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27.08.2011 Marathon SM Scuol

Schweizermeisterin 2011!

Um 7:15 Uhr ging es los. Von Scuol  durch das Val S-Charl. Es lief gut, ich konnte schnell einen Vorsprung herausfahren, doch kurz vor S-Charl als ich auf das kleine Kettenbaltt schalten wollte, viel die Kette vom Ritzel. Beim genaueren betrachten der Schock, 3 von 4 Schrauben hatten sich gelöst. Das konnte doch nicht sein, ich wusste, heute ist mein Tag um zu gewinnen und jetzt das. Es gab nichts zu machen, ab jetzt musste auf dem grossen Kettenblatt gefahren werden. Ehrlich gesagt, wurde mir ganz anders, wie soll das nur gehen, immerhin lagen noch die ganzen Höhenmeter vor mir. Als ich mich wieder aufs Bike setzte, lag ich nur noch an vierter Stelle und musste Platz um Platz wieder gut machen. In Fuldera hatte ich die Spitze wieder übernommen. Es folgte der Anstieg nach Döss Radond und weiter ging es durchs Val Mora. Mittlerweile regnete es in Strömen, was die Aufgabe nicht gerade erleichterte.  Nach einem weiteren Anstieg über Alpisella ging es runter nach Livigno. Jetzt wartete das grösste Hindernis des heutigen Tages auf mich, der Pass Chaschauna. Normalerweise kann man bis zum Rifugio fahren, doch heute mit meinem Schaltproblem war daran nicht zu denken, also nahm ich die 900 Höhenmeter zu Fuss in Angriff. Ich versuchte einen guten Rhythmus zu finden und kam ganz ordentlich voran. Etwa in der Mitte des Anstieges wurde der Wind dann immer heftiger und nebst Regen, kam jetzt auch noch Blitz, Donner und Hagel dazu. Ich hatte mittlerweile so kalt, dass ich weder einen Gel noch meine Trinkflasche mit den Händen zu fassen bekam. Es half nichts, ich musste irgendwie über diesen Pass kommen. Als ich dann endlich oben war, die nächste böse Überraschung, Eisregen und Schnee. Ehrlich gesagt weiss ich auch nicht genau, wie ich diese 1000 Höhenmeter ins Tal gekommen bin, ich dachte einfach nicht vom Bike steigen, denn dann komme ich nie wieder hoch. So fuhr ich so gut es ging, schlotternd von oben bis unten nach S-Chanf. Da dann die Erlösung, das Rennen wurde abgebrochen. In diesem Moment war mir der Titel gar nicht mehr so wichtig, ich war einfach froh, in die Wärme zu kommen.  Familie Bazzell nahm mich sofort zu sich nach Hause und ich konnte ein warmes Bad nehmen und mich auftauen. Jetzt wurde es nochmals spannend, wird das Rennen überhaupt gewertet und darf ich mich jetzt Schweizermeisterin nennen? Nach einigen bangen  Minuten kam dann der erlösende Anruf, Ja! Erst jetzt begann ich zu realisieren, ja Milena du hast es geschafft, ich bin Schweizermeisterin. Ein unglaublich schönes Gefühl und ich möchte mich bei allen bedanken die am heutigen Tag für mich in der Kälte am Streckenrand gestanden haben und mich betreut haben.
Fotos: Nicolo Bass /Martin Platter

 

 

17.-21.08.2011 Vaude Trans Schwarzwald

Fünf Etappen zwischen Pforzheim und dem Feldberg mit einer Gesamtstrecke von 417 Kilometer und 9200 Höhenmeter mussten in diesem Jahr bei der Trans Schwarzwald bewältigt werden.

Etappenorte: Pforzheim/Freudenstadt/Wolfach/Donaueschingen/Murg-Niederhof/Feldberg
Bereits der erste Tag brachte bei den Damen eigentlich die Entscheidung, Pia Sundstedt war in einer super Form und nahm mir bereits am ersten Tag der Rundfahrt zehn Minuten ab. Zumindest konnte ich etwa gleich viel Zeit auf die Dritte Daphny van den Brand herausfahren. Das Klassement änderte sich bis zum Schluss nicht mehr und so ist die Trans Schwarzwald eigentlich kurz und bündig zusammengefasst. Was wirklich positiv war, wir hatten keinen Tag Regen, das ist bei dieser Veranstaltung eine Seltenheit :).
Vielen Dank ans Team und die Betreuer, ihr habt alles super gemacht!

 

 

16.-23.07.2011 Craft Bike Transalp

Eine Woche voller Spannung, Strapazen, Siegen, kleineren Niederlagen, Freude, Sonne, Schnee, vielen Pässen, zwei Defekten und vielen Erinnerungen!
In Mittenwald ging es los, die erste Etappe verwöhnte uns noch mit Sonne und warmen Temperaturen. Es war ein schnelles Rennen und wir, das heisst Martin Kiechle und ich, kamen gut ins Rennen und hielten lange Augenkontakt zu den Favoriten Pia Sundstedt und Carsten Bresser. Mit 4 Minuten Rückstand kamen wir als zweites Team der Mixed Kategorie in Weerberg an.
Der zweite Tag führte uns von Weerberg gleich steil hinauf zur Lafasteralm. Nach einer kurzen Abfahrt folgte die lange Auffahrt zum Geiseljoch, der aufgeweichte Boden und der starke Gegenwind zehrte schon ganz schön an den Kräften. Nach einer schönen Abfahrt folgte der letzte Anstieg des Tages hoch zur Wanglalm und weiter zum Penkenjoch. Von da aus ging es fast nur noch hinunter bis ins Ziel nach Mayrhofen. Auch heute Platz 2.
Der dritte Tag war eine Herausforderung für Fahrer und Material. Schon am Start regnete es in Strömen und weiter oben konnte man den Schnee schon sehen. Eingepackt in Regenkleidung ging es los. Vom Start weg mussten 32 Kilometer hoch zum Pfitscherjoch bezwungen werden. Bis zum Schlegeis Speicher war alles noch fahrbar. Die letzten 450 Höhenmeter waren dann alles andere als lustig, denn der Regen und der Schnee machten die Steinplatten so rutschig, dass vieles zu Fuss zurückgelegt werden musste. Als dann auch noch die Schuhplatten mit den Clicks eingefroren waren wurde es schon fast unmenschlich da hoch zu kriechen. Unter den Fahrern war heute so etwas wie Waffenstillstand, so fuhren Pia, Carsten, Martin und ich gemeinsam bis nach Brixen. Erster Sieg bei der diesjährigen Transalp.
Vierter Tag, die Königsetappe mit 3500 Höhenmetern. Zum Glück war es heute Morgen wieder trocken und die Sonne zeigte sich auch schon. Um auf Betriebstemperaturen zu kommen, durften wir gleich einmal 1500 Höhenmeter am Stück hoch zum Kreuztal pedalieren. Nach einer kurzen Abfahrt inklusive Gegenanstieg ging es zur Schatzerhütte. Das Würzjoch stand als nächstes auf dem Programm, das war angenehm zu fahren, denn wir durften die Passstrasse benutzen. Es folgte ein namenloser, fieser, unglaublich steiler Anstieg bevor es wieder ins Tal nach Zwischenwasser ging. Was jetzt noch kam war grausam, steil, steiler Uli Stanciu! Und wer glaubte oben sei dann alles gelaufen, täuschte sich, denn von der Forcella da Cians ging es wohl immer wieder weiter ins Tal hinunter, doch es mussten noch 5 steile Rampen bezwungen werden, bevor das lang ersehnte Ziel in St. Vigli in Sicht war. Alles in allem sind wir mit dem Verlauf der bisherigen Transalp sehr zurfreden.
Fünfter Tag, wieder mit strömendem Regen und Schneefall. Das war jetzt echt zu viel, heute erfror man schon beim Start, Temperaturen um die fünf Grad Celsius, versprachen nichts Gutes für den Tag. Dennoch wurde pünktlich um 9 Uhr gestartet. Bereits bei der Pederü Hütte war klar, dass in wenigen Sekunden der Regen zu Schnee werden würde. Tiefgefroren erreichten wir dann das Limjoch. Die Abfahrt begann gut und wir konnten unsere Verfolger abhängen, doch dann passierte es, ich hatte einen Plattfuss am Hinterrad. Auch das noch, bei Nullgrad einen Schlauchwechsel zu machen, war das Dümmste, was mir bis jetzt passiert ist. Das war aber nicht das grösste Übel das uns passieren konnte, jetzt hatten wir auch noch einen Schlauch mit falschem Ventil dabei. Die ganze Aktion kostete uns gut 8 Minuten und etwas Nerven. Jetzt nur keine Hektik aufkommen lassen, es passierten uns wohl einige Mixed Teams, doch es könnte gut sein, dass die Etappe heute noch gekürzt wird. Und so war es denn auch, nach 50 Kilometern war Schluss, zu viel Schnee auf dem Rifugio Averau. Mein Glück, denn ich hatte heute schlecht Beine und auch der Kopf war müde. Es reichte immerhin noch zu Rang drei am heutigen Tag.
Die erste Stunde des sechsten Tages war wie eine Cross Country Strecke, ein stetes auf und ab mit Trails und allem was dazu gehört. Es folgte eine schwere Auffahrt zum Passo San Pellegrino inklusive Schiebepassage. Nach kurzer Erholung in der Abfahrt folgten schon die nächsten Höhenmeter, bis wir endlich den Passo di Lusia erreichten. Die Getränke gingen uns auch schon aus und wir hofften, bald unsere Betreuer zu sehen. Endlich im Val Vanegia gab es Trinknachschub und die Fahrt konnte weitergehen. Wir waren jetzt mitten in den Dolomiten, ein Traum, es ist einzigartig. Eine gut fahrbare Schotterstrasse führte uns nicht all zu steil hoch zur Baita Segantini, die Aussicht war fabelhaft! Nun folgte eine rassige Abfahrt über den Passo Rolle bis hinunter nach San Martino di Castrozza. Ein toller und anstrengender Tag mit über 3000 Höhenmeter geht zu Ende.
Der siebte Tag, brachte nochmals einen Etappensieg. Die längste Etappe stand vor uns mit 122 Kilometer bis nach Trento. Gleich nach dem Start wurde es hektisch, denn nach nur 100 Höhenmetern bergauf ging es tendenziell hinunter, was das Rennen unglaublich schnell machte. Wir konnten uns bis zu Pia und Carsten vorarbeiten und ich versuchte den Kontakt zu halten. Nach einer guten Stunde war der erste Teil geschafft und es folgte, der einzig lange Aufstieg an diesem Tag, 1200 Höhenmeter am Stück. Ich musste heute unglaublich kämpfen und leiden um den Anschluss zu halten. Ich wusste aber auch, dass wir nur noch heute eine Chance auf einen weiteren Etappensieg haben, also Vollgas. Geschafft, nach mehreren Versuchen uns los zu werden, haben sie es aufgeben, denn auch sie wussten, dass nach der Abfahrt ein 30 Kilometer langes Flachstück kam. Die beiden Männer Carsten und Martin sorgten für ein konstantes Tempo was es mir ermöglichte, mich leicht zu erholen. Denn kurz vor dem Ziel kamen nochmals 300 Höhenmeter. Doch irgendwie ist es mir gelungen dran zu bleiben und so konnten wir mit einem hauchdünnen Vorsprung gewinnen.
Der achte Tag  sollte ein relaxter Tag werden, doch alles kam anders. Nochmals ein hammerharter Einstieg zur letzten Etappe. Nach kurzer Einrollphase kam eine „rampa dura“ wie unsere italienischen Kollegen immer sagen. Ich fand aber einen guten Rhythmus und so gingen die 900 Höhenmeter relativ schnell vorüber. Ach ja, ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass es auch heute wieder regnete. Bereits in der Abfahrt hörte sich etwas an meinem Bike komisch an, ich dachte, vielleicht ist eine Speiche gebrochen, konnte aber nichts erkennen. Nach kurzer Weiterfahrt dann der Schock, das kleine vordere Kettenblatt, welches mit 5 Schrauben fixiert ist, hat sich komplett gelöst und war weggebrochen. Das hiess, die verbleibenden 1000 Höhenmeter muss ich auf dem grossen Blatt fahren. Ich fuhr so viel wie möglich und Martin gab auch sein Bestes, damit ich die steilen kurzen Rampen so gut wie möglich hoch kam. An gewissen Stellen musste ich dann aber einfach schieben, weil es mit der verbleibenden Übersetzung einfach nicht reichte. Dann endlich war Riva del Garda in Sicht, nur noch ein paar Meter und wir haben es geschafft. Der zweite Gesamtrang war gesichert und eine tolle Woche ging zu Ende.
Martino, du warst super. Auch unsere Betreuer haben ein grosses Lob verdient, sie haben alles für uns Fahrer gemacht, vielen herzlichen Dank

 

10.07.2011 - Engadin Radmarathon

Heimrennen auf der Strasse. Bereits um 7 Uhr fiel der Startschuss zum 6. Engadin Radmarathon. Ich fühlte mich von Beginn weg nicht besonders gut, die Beine sind wohl von der Schwalbe Tour Transalp doch noch nicht ganz erholt. So entschied ich am Berninapass, dass ich „nur“ die kleine Runde fahren werde, v.a. auch im Hinblick auf den Bike Transalp, der nächsten Samstag startet. Nach 2:42:53 Stunden und 97 Kilometern erreichte ich als Siegerin das Ziel in Zernez. Glücklich über den Heimsieg aber auch etwas enttäuscht, dass ich nicht die grosse Runde fahren konnte.

Herzlichen Dank ans Repower Team und Nicolo Bass für die Betreuung auf der Strecke!

 

Schwalbe Tour Transalp 26.06.-02.07.2011 

7 Etappen  917 Kilometer
19500 Höhenmeter
Rosa Träume

Rosa Träume mit einem rosa Finale! Was für eine Woche! Noch zu Beginn hatte ich Zweifel, ob ich meinen Vorjahres-Sieg wiederholen konnte, doch zum Schluss war es dann aber eine klare Sache und wir konnten mit 1:29:30 Vorsprung auf die Konkurrenz klar gewinnen. Noch am ersten Tag verpassten wir den Tagessieg und das rosa Trikot um 25 Sekunden, doch schon am nächsten Tag auf der Etappe nach Ischgl holten wir uns den Tagessieg und das Leader-Trikot, was für ein Gefühl! Das wollte ich auf keinen Fall mehr hergeben und so bauten wir Tag für Tag unsere Führung aus. Auch kleinere Defekte wie einen platten Vorderreifen oder einen abgerissenen Umwerfer konnte uns nicht mehr stoppen. Müde und überglücklich kamen Lisa und ich nach 7 Tagen in Arco an. Die letzten Kilometer waren die schönsten, denn dann ist die Gewissheit da, dass es wirklich wieder geklappt hat. Sieg bei der Tour Transalp, mit grosser Zufriedenheit überquerte ich die Ziellinie.
Herzlichen Dank an die Betreuer Barbara und Niculin, das war first class!!!

 

 

Milena Landtwing 5. an der EM 

Bei der Marathon-EM der Mountainbiker im österreichischen Kleinzell konnten die Schweizer keine Medaille holen. In Abwesenheit der Titelverteidiger Ralph Näf und Esther Süss klassierte sich die Wahl-St.Moritzerin Milena Landtwing als beste Eidgenossin auf dem starken fünften Platz. Die Siege gingen nach Russland (Alexej Mevedev) und nach Finnland (Pia Sunstedt).
(Engadiner Post)

Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden, denn ich habe mich erst kurz vor dem Rennen für einen Start entschieden. So kamen wir am Samstag nach langer Fahrt inkl. Stau in Kleinzell an. Ich schwang mich noch kurz aufs Bike um die Beine etwas zu lockern. Am Sonntag um 9:00 Uhr fiel dann der Startschuss und wir machten uns auf den 90 Kilometer langen Weg. Es war eine turbulente Anfangsphase, bereits in der ersten Abfahrt gab es einen Sturz und es klaffte schon eine Lücke zu Pia und Sally, Jane und ich machten uns auf die Verfolgung und es gelang uns, wieder aufzuschliessen. Pia und Sally erhöhten beim nächsten Anstieg das Tempo enorm und ich konnte nicht folgen. Die Strecke war ein einziges auf und ab, doch es gelang mir, ein hohes Tempo durchzufahren und musste mich nur noch von Elena Giacomuzzi einholen lasse. Ich bin glücklich über den 5.Platz. Ein herzliches Dankeschön an meine beiden Betreuer Delia und Niculin.

EM Kleinzell
UEC XCM Europa-Meisterschaft Kleinzell

1. Pia Sundstedt, FIN
2. Sally Bigham, GBR
3. Elena Giacomuzzi, ITA
4. Jane Nüssli, GBR
5. Milena Landtwing, SUI (Team Centurion VAUDE)

01.-04.06.2011
Trans Germany
In 4 Tagen von Sonthofen nach Maurach am Achensee. 324 Kilometer und 8400 Höhenmeter.

1. Etappe Sonthofen- Pronten: 68 Kilometer 2560 Höhenmeter

Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss. Durch den Regen war die Strecke schwer zu fahren, Fahrer und Material wurden gefordert. Ich kam soweit gut weg und hatte richtig gute Beine, ich konnte den Abstand zu Pia Sundstedt gering halten und Sally Bigham distanzieren. 20 Kilometer vor dem Ziel merkte ich, dass ich an meinem Hinterrad Luft verlor, nicht so schlimm, denn bald wird Franzi mit einer Pumpe am Streckenrand stehen. Ich musste kurz absteigen und Luft nachpumpen, und schon ging es in den letzten Anstieg Richtung Ziel. Jetzt noch 5 Kilometer und da war das Unglück, einen Plattfuss, diesmal im Vorderreifen. Nur nicht hektisch werden, dachte ich. Ich versuchte so schnell als möglich den Defekt zu beheben, mit den kalten und nassen Händen war das aber alles nicht so einfach und es dauerte etwas zu lange und schon sauste Sally Bigham an mir vorbei. Ich sprang auf mein Bike und gab im Downhill nochmals alles, ich erwischte sie gerade noch vor einem kurzen Trailstück und gab alles um wenigstens den zweiten Platz zu ergattern, was dann auch klappte.

2. Etappe Pronten- Lermoos: 78 Kilometer 2300 Höhenmeter

Auch heute zeigt sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Nach dem Start folgte gleich der erste Anstieg zum Himmelreich, für mich war es eher die Hölle, aber dazu später. Nach einer für mich viel zu kurzen Abfahrt folgte ein über mehrere Kilometer langes immer leicht ansteigendes Asphaltstück. In der Gruppe wurde sehr schnell gefahren und ich musste schauen, dass ich nicht abgehängt wurde, was auf diesem Abschnitt fatal gewesen wäre. Als es dann in den nächsten Anstieg ging, musste ich erst mal einen Gang zurückschalten. Irgendwie war das heute ganz und gar nicht mein Tag, ich versuchte das Beste daraus zu machen und fuhr einfach so schnell wie es ging dem Ziel entgegen. Immerhin kam noch eine tolle letzte Abfahrt auf der Bikeparkstrecke von Lermoos und das machte nochmals richtig Freude. Heute musste ich den zweiten Platz an Sally Bigham abgeben.

3. Etappe Lermoos- Garmisch: 84 Kilometer 1900 Höhenmeter

Achtung, fertig, los und einige hundert Höhenmeter später waren wir schon auf der Tuftalm. Heute ging es mir wieder um einiges besser als am Tag zuvor, dies machte mir Mut und so strampelte ich flüssig hoch zur Ehrwalder Alm. Nun war es wichtig an der Gruppe dran zu bleiben, denn es folgte ein 30 Kilometer langes Teilstück, das immer leicht runter ging, für mich heute top, meine Muskulatur wurde besser und besser. Als es in den letzten Anstieg des Tages ging, hatte ich nur 1 Minute Rückstand auf Sally, da es eine Bergankunft war und die Zeitnahme bereits auf der Partnachalm war, reicht es leider nicht mehr noch an sie heran zu kommen. Trotzdem war das heute ein gelungener Tag und ein dritter Rang.

4. Etappe Garmisch- Maurach am Achensee: 100 Kilometer 1600 Höhenmeter

Der letzte Tag begann chaotisch, durch den neutralisierten Start konnten viel zu viele Fahrer nach vorne fahren, als dann auch noch ein Gatter zu war, brach das komplette Chaos aus, ich verlor den Kontakt zu meinen zwei Konkurrentinnen und musste schauen, wie ich wieder nach vorne kam. Heute wurde die Etappe nämlich in zwei Rennabschnitte aufgeteilt. Da der erste Teilabschnitt bereits nach 30 Kilometern vorbei war musste ich mich sputen. Zum Glück blieb alles beim Alten und wir kamen in der gewohnten Reihenfolge im ersten Ziel des Tages an. Die nächsten 30 Kilometer wurden neutralisiert gefahren. Pia, Sally und ich fuhren gemeinsam mit einer riesigen Männergruppe relaxt in der Gruppe. Als der letzte Rennabschnitt begann, wollten Pia und ich das Rennen eher langsam angehen, denn das Klassement war ja eigentlich gegeben, doch Sally hielt nichts davon und startete einen Angriff. Pia klemmte sich dahinter und weg waren sie, mir war es einfach zu schnell und so fuhr ich schön mein Tempo weiter, die letzten 10 flachen Kilometer fuhr ich in einer guten 10er Gruppe ins Ziel nach Maurach, mit 2 Minuten Verspätung auf Sally und Pia. Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden und freue mich auf die kommenden Rennen der Saison. Herzlichen Dank gilt auch dem ganzen Team und den Betreuern. Ach ja, in der Team-Wertung erreichten wir Platz zwei hinter Rocky Mountain und vor Texpa Simplon.

22.05.2011
Marathon Bad Wildbad

Mit neuer Taktik auf Rang 2!
Nach dem Startschuss ging’s ab von 0 auf 100. Ich dachte schon, die Biker denken, dass nach der Startschlaufe von ca. 5km bereits wieder das Ziel kommt. Mir war das dann doch etwas zu schnell und ich suchte mir meinen eigenen Rhythmus und hoffte darauf, das meine Mitstreiterinnen dem hohen Anfangstempo Tribut zollen werden. Mitte der ersten von drei Runden, konnte ich dann den Anschluss zu Schwing und Griner herstellen, die in einer Männergruppe Unterschlupf gefunden hatten. Ich merkte schnell, dass ich die zwei nicht einfach so loswerden konnte, denn im Windschatten hätten sie sich sicher lange halten können und ich hätte mein Pulver verschossen. Also musste eine neue Taktik her! Ich merkte, dass die zwei etwas Mühe in den Abfahrten hatten und so beschloss ich heute mal in der Abfahrt anzugreifen. Als Schwing eine Lücke aufgehen lies, nutze ich die Möglichkeit und sprintete nach vorne und gab Vollgas. Der Downhill hatte es wirklich in sich und war fahrtechnisch nicht ganz einfach, dieser führte über einen kleinen Teil des Bikeparks von Bad Wildbad. Unten angekommen, hatte ich einen Vorsprung herausfahren können. Jetzt musste ich mich sputen, denn ab jetzt ging es ohne Begleiter weiter, ich musste versuchen schnell meinen Rhythmus zu finden, was mir auch gut gelungen ist. Die zweite Runde war die beste am heutigen Tag. Auf der letzten Runde versuchte ich den Vorsprung zu behalten. Ohne Gruppe war das zäh, denn man hat immer die Tendenz in einen Sparmodus zu fallen, da von hinten keine sichtbare Gefahr besteht und nach vorne der Rückstand schon zu gross war. Ich wusste, wenn ich einmal am höchsten Punkt angekommen bin, kann mich nur noch einen Defekt stoppen. Da dies zum Glück nicht der Fall war, konnte ich als zweite die Ziellinie passieren und war happy über das Resultat. Die Formkurve geht so langsam nach oben und lässt auf eine gute Saison hoffen. Danke an die Betreuer vor Ort, das motiviert mich immer sehr.

30.04.2011
Gardasee Bike Marathon

 

Gelungener Saisonstart!
Das Rennen in Riva ist nicht unbedingt mein liebstes, da es jedes Jahr das erste Rennen der Saison ist und man dann noch nicht weiss, wie gut die Form ist. Dieses Mal war jedoch alles ein wenig anders, ein neues Team, keine Nervosität und ein erstaunlich gutes Gefühl während dem Rennen. Der Reihe nach: Nach dem Start ging es gleich richtig zur Sache, es wurde ein enorm hohes Tempo angeschlagen und ich musste mich schon richtig ranhalten. Zudem hatte ich vergessen, bei meinem Garmin Boardcomputer, den Ton bei erreichen eines gewissen Pulsschlag auszuschalten ? was mich, und alle um mich herum ein wenig genervt hat (psychologische Kriegsführung, es fragt sich nur gegen wen ...). Spruch des Tages von Jane Nüssli, auf meine Frage ob man das Ding ausschalten kann: „Musst halt langsamer fahren!“ Hahaha, sorry, ging leider nicht! Zurück zum Rennen: Nach gut 20 Minuten hatte ich dann noch einen üblen Kettenklemmer und ich brauchte einiges an Kraft um die Kette wieder rauszukriegen. Ich fuhr dann mein Tempo und merkte, dass ich immer näher an Schwing und Nüssli ran kam und diese dann auch einholen konnte. In der Abfahrt konnte ich die nassen Bedingungen ausnutzen und konnte auch noch zu Brandau aufschliessen. In der Fläche war ich dann nur noch mit Jane unterwegs. Wir arbeiteten gut zusammen und konnten weiter Boden gutmachen. Im nächsten Aufstieg konnte sich Jane etwas absetzen. Ich verlor sie allerdings nie aus den Augen und so konnte ich sie nach hartem Kampf wieder einholen. Die letzten 6 Kilometer bis zum Ziel waren wie immer hart. Jane und ich mussten die ganze Führungsarbeit leisten, denn die Herren hängten sich nur in den Windschatten... Dann kam es zum Zielsprint, den ich für mich entscheiden konnte, mit etwas Glück, denn Jane hatte sich den Zieleinlauf nicht angesehen und daher war sie etwas im Nachteil. Es war auf jeden Fall ein tolles Rennen. Und ich muss sagen, auch das erste Rennen der Saison kann Spass machen!

01.-10.04.2011
Trainingslager Torbole am Gardasee

 

Vom Winter düste ich direkt in den Sommer ins 10-tägige Trainingslager in Torbole am Gardasee. Gemeinsam mit Jane Nüssli (Team Fischer-BMC) genoss ich die Trainings auf dem Bike und dem Rennrad unter blauem Himmel und mit viel Sonnenschein. Zu zweit macht es schon mehr Freude. Wir haben tolle Rennradtouren gemacht, wie etwa den Monte Bondone. Dort oben waren sogar noch die Skipisten geöffnet und wir fühlten uns in Radklamotten leicht fremd. Skischuhe wären passender gewesen! Auch zu empfehlen sind der Passo San Valentin, der Passo Duron etc, etc. Auch nutzten wir die Zeit, um uns mit unseren neuen Bikes vertraut zu machen. Ich hatte leider etwas Pech und machte gleich mal mein Hinterrad kaputt. Wie auch immer, ich war natürlich nicht schuld ;-) Die 10 Tage sind viel zu schnell vergangen und schon geht’s wieder zurück nach St. Moritz, in der Hoffnung, dass auch dort der Frühling langsam eintrifft.

13.03.2011
Engadin Skimarathon

Vielleicht mein erstes und einziges Mal am Engadin Skimarathon J.
Mir wurde gesagt, wenn ich schon im Engadin lebe, dann muss man mindestens einmal den Engadin Skimarathon gemacht und beendet haben. Da ich dieses Jahr keine Ausrede hatte, wegen Trainingslager abwesend zu sein, war es soweit und ich meldete mich kurzfristig noch an. Motiviert, aber ohne Ambitionen, ging ich an den Start. Ich hatte mir vorgenommen, ruhig zu starten, den Stazerwald dosiert zu laufen und dann die gesparten Kräfte voll auszunutzen. Ein guter Plan, er ging bis zur ersten Stazerwaldabfahrt auch super auf. Doch dann gab es einen Sturz genau vor mir, ich wich nach links aus und prallte ungebremst mit gutem Tempo, mit dem Gesicht voran in einen schönen, grossen Baum (zum Glück war aber eine Matte am Baum angebracht). Leicht benommen, brauche ich mal gute 5 Minuten um alles wieder einigermassen auf die Reihe zu bekommen. Gar nicht so einfach wieder auf die Strecke zu gelangen, wenn die Läufer in hohem Tempo die Loipen runterfahren. In Pontresina hab ich mir überlegt aufzugeben, da mir doch alles ziemlich weh tat. Doch dann kam mir in den Sinn, dass es ja hiess, die Teilnahme zählt nur, wenn man den Engadiner auch zu Ende läuft. Da war mir klar, lieber jetzt auf die Zähne beissen und dann dafür nie wieder teilnehmen J. Ich habe mich nun definitiv entschieden, keine Langlauf-Karriere zu starten! Ich lief dann das Rennen ohne weitere Zwischenfälle gemütlich zu Ende. Es reichte immerhin noch zum 73. Rang von insgesamt 1680 Damen. Fazit des Tages: Eine Hirnerschütterung, Prellung am Rücken, eine dicke Lippe und ein paar Schrammen im Gesicht und dies für 42 Kilometer und 160.- Franken Startgeld! Aber ein Erlebnis war es auf jeden Fall!

10.03.2011
Trainingslager Lanzarote

 

Nun war es auch für mich an der Zeit, auf das Fahrrad zu kommen. So flog ich mit meiner Schwester für eine Woche nach Lanzarote. Die Bedingungen auf der Insel waren optimal, auch wenn der starke Wind ein ständiger Begleiter war. So konnte ich meine ersten Radkilometer machen. Die Woche ging leider viel zu schnell vorbei, doch bald geht es wieder in Richtung Süden.

11.02.2011
Winter 2011

 

22.11.2010

Wechsel zum Team Centurion/Vaude
Pressemitteilung auf bikersportnews.de Ich freue mich im kommenden Jahr eine neue Herausforderung anzunehmen. Nach zwei Jahren bei Rothaus-Cube, wo es auf die Saison 2011 strukturelle Änderungen geben wird, habe ich mich entschieden, in neuen Farben an den Start zu gehen. An dieser Stelle auch ein grosses DANKESCHÖN an meine Sponsoren.

20.11.2010
Herbst 2010

 

Nach der langen Saison freue ich mich immer auf die Zwischensaison, da lasse ich das Bike gerne mal zu Hause und gehe zu Fuss in die Berge rund um Sankt Moritz. Ein paar Eindrücke bildlich festgehalten...

12.09.2010
Marathon Furtwangen

marathon furtwangen

Das Ziel war heute ganz klar, ich wollte den Frust vom Nationalparkmarathon loswerden und ein gutes Ergebnis erzielen. So startete ich motiviert ins Rennen und konnte mich schnell von den anderen Ladies absetzten. Puh, ich konnte es also doch noch, glücklich und zufrieden über den Sieg, entschloss ich mich, die Saison 2010 heute zu beenden. Jetzt geniesse ich den goldigen Herbst im Engadin.

28.08.2010
Nationalpark Marathon

Es sollte eigentlich ein perfekter Tag beim Heimrennen geben, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So befand ich mich bereits nach gut einer Stunde wieder unter der Dusche und bald danach auf dem Heimweg.

Ich kam eigentlich ganz gut ins Rennen und fühlte mich bereit für das heutige Rennen. Ich war die erste Zeit mit Anita Steiner unterwegs, bevor ich mich dann absetzen konnte und in einer Gruppe Richtung S-Charl unterwegs war. Doch dann plötzlich wie aus dem Nichts wurde bei mir der Stecker gezogen, ich blieb quasi stehen und hatte Null Energie mehr, das ist mir echt noch nie passiert. Da gab es nur eines, bei strömendem Regen und Kälte, das Rennen zu beenden und nach Hause zu fahren.. Die Erholungszeit von der für mich sehr anstrengenden Trans-Schwarzwald war wohl einfach nicht genug. Jetzt heisst es nochmals Kräfte sammeln und auf ein gutes Saisonende hin arbeiten.

15.-21.07.2010
Vaude Trans-Schwarzwald 2010

  Rothaus-Cube-Bikerin Milena Landtwing hat bei der 5. Trans-Schwarzwald die Einzelwertung gewonnen. Mit drei Tagessiegen setzte sie sich überraschend gegen Pia Sundstedt und Almut Grieb durch.

Laute Gesten, ausgelassene Freude, das entspricht nicht dem Charakter von Milena Landtwing. Doch wer die Rothaus-Cube-Bikerin nach dem Zieleinlauf am Feldberg beobachtete, dem entging dennoch nicht, wie sehr sich die Schweizerin über ihren zweiten Gesamtsieg bei der Trans-Schwarzwald freute. Gleichzeitig versuchte sie wohl ihre große Anspannung los zu werden, die sich über Tage hinweg angesammelt hatte. "Es ist was ganz Großes, gegen Pia zu gewinnen, auch wenn sie körperliche Probleme hatte", drückte Milena Landtwing aus, was ihr der Sieg über die Finnin bedeutete. Auf der zweiten Etappe zwischen Bad Wildbad und Freudenstadt hatte Landtwing das Leader-Jersey übernommen und es dann nicht mehr abgegeben. Obwohl sie jeden Tag davon ausging, dass Sundstedt ihr davonfahren würde. "Auf der zweiten Etappe habe ich einen super Tag erwischt, aber danach musste ich mich jeden Tag quälen. Ich dachte Pia wird mir das Trikot gleich wieder abnehmen. Sie hat auch jeden Tag Druck gemacht", schilderte die 29-Jährige den Verlauf. Sie kämpfte verbissen und ihre Fähigkeit sich zu quälen nötigte auch Konkurrentin Sundstedt Respekt ab. Sie gewann zwar nach der Auftaktetappe drei weitere Tagesabschnitte, konnte jedoch ihren Rückstand nicht mehr egalisieren. Dennoch blieb das Rennen bis zur letzten Etappe offen, als die in Freiburg lebende Marathon-EM-Dritte zu einem frühen Zeitpunkt an einem steilen Anstieg wegfuhr und Milena Landtwing ganz schön ins Schwitzen brachte. "Ich war gestern blau und schwarz und hatte heute echt Angst, als Pia weg war", bekannte Landtwing. Am letzten Anstieg setzte sich die in St. Moritz lebende Eidgenössin dann von Sundstedt ab, die mit Schmerzen kämpfte und vielleicht auch ein wenig resignierte. In 3:50:14 Stunden feierte Landtwing ihren dritten Etappensieg mit 1:52 Minuten Vorsprung auf Sundstedt und wiederholte in 23:02:20 Stunden den ihren Gesamtsieg vom Vorjahr mit einer Differenz von 13:23 Minuten. "Was Milena geleistet hat, war ganz, ganz stark", freute sich Rothaus-Cube-Teamchef Patrik Faller, der am Samstag dennoch mit etwas gemischten Gefühlen den Schlussabschnitt vom Rothaus-Standort Grafenhausen zum Feldberg erlebte.

(Quelle: PM Rothaus-Cube)

17.-24.07.2010
Craft Bike Transalp

  8 Tage, 600 Kilometer und 20000 Höhenmeter

Neuer Partner, neues Glück! Dieses Jahr war ich mit Heiko Gutmann unterwegs, ein junger 23 jähriger Cross Country Spezialist. Für Ihn war es in diesem Jahr das Transalp Debut. Dementsprechend nervös war ich, denn ich wusste überhaupt nicht wie es ausgehen würde. Ich war total positiv überrascht, es funktionierte von Beginn weg wunderbar und die gute Zusammenarbeit klappte bis zum Schluss :-).

Die ersten drei Tage waren wirklich hart. Ich musste richtig Gas geben, denn die Konkurrenz in der Mixed Kategorie war stark. Pia Sundstedt und Daniel Gathof , die Favoriten zeigten von Beginn an, wer der Chef an dieser Transalp sein würde. Wir versuchten, den zweiten Platz halten zu können und machten Tag für Tag Zeit auf die Dritten gut, nur gegen vorne schien es unmöglich zu sein, näher heran zu kommen. Mein Ziel war es, die Etappe nach Scuol zu gewinnen, wir waren sogar bis auf 1 Minute an die Leader herangekommen, doch wir vermochten einfach nicht ganz aufzuschliessen und so mussten wir einsehen, dass es an diesem Tag noch nicht klappen würde. Doch dann kam der Tag X, die Etappe von Livigno nach Ponte di Legno, die Königsetappe mit 107 Kilometern und 3450 Höhenmetern. Nach einem intensiven Start, hatten wir Mühe, den Anschluss an die Spitze zu halten. Je länger es dauerte, kamen wir immer besser ins Rennen und in der langen Abfahrt nach Grosotto waren wir dann plötzlich alleine an der Front. Jetzt mussten wir alles geben. Der Aufstieg zum Passo Mortirolo verlangte uns alles ab und es ging ja noch 8 Kilometer weiter bis es endlich Richtung Ziel ging. Pia und Daniel konnten in der Zwischenzeit wieder aufschliessen und so ging es gemeinsam Ponte di Legno entgegen. Wir fuhren als erste auf die Zielgerade und so konnten wir diese Etappe für uns entscheiden :-). Jetzt mussten wir unseren Vorsprung auf die Dritten einfach noch bis nach Riva del Garda verwalten. Es klingt einfach, war es aber ganz und gar nicht. Die letzten zwei Tage mussten wir nochmals so richtig beissen und viel arbeiten, doch die Kraft reichte und Heiko und ich konnten den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegen, super!

Jetzt geht es ab in die Ferien........

11.07.10
Radmarathon Zernez

Sieg am Heimrennen!

Eigentlich hätte ich an diesem Sonntag in der Klinik-Gut Dienst gehabt, doch meine Kolleginnen waren so lieb und ermöglichten mir, an den Start meines Heimrennens zu gehen. Mega cool!

Ich wusste nicht so genau, wo ich stehe, denn vor einer Woche beendete ich ja erst die Tour Transalp. Nach dem Startschuss ging es gleich richtig schnell los, meine Beine brannten gewaltig und meine Lunge kam auch etwas ans Limit. Doch ich fuhr einfach so schnell es ging und schon bald war ich oben am ersten Hügel angelangt. Es folgte eine kurze Abfahrt bevor es durch den Tunnel nach Livigno ging. Die Strecke bis an den Fuss der Forcla war mühsam und zäh, ich fuhr in einer riesen Gruppe und niemand wollte führen, so bummelten wir so dahin. Dann kam endlich der Aufstieg zur Forcla Livigno ich konnte einen guten Rhythmus fahren und das Feld wurde schnell kleiner und kleiner. Die kurze Abfahrt machte die Beine nicht gerade lockerer und so kämpfte ich mich dann noch hoch zur Berninapasshöhe. Jetzt die Gruppe halten und sicher die Abfahrt bewältigen. Geschafft, nun immer schön im vorderen Feld mitfahren, dann kommt es gut. Ein unglaubliches Gefühl, ich wusste das ich wohl als erste Dame wieder in Zernez ankommen werde, dies an meiner ersten Teilnahme am Engadiner Radmarathon und dann noch mit einer neuen Rekordzeit, super!!! :-) Es war auch unglaublich schön, so viele Fans an der Strecke zu haben, merci.

05.07.10
Jeantex Tour Transalp 2010  

Die Herausforderung Tour Transalp nehme ich zusammen mit Danièle Troesch aus Frankreich vom Team Fiat-Rotwild unter die Räder, es gilt, in 7 Tagen 18 Pässe, 782km und ca 20.000Hm zu überwinden.

1. Etappe von Mittenwald nach Sölden 120km 2700Hm
Um 9:00 Uhr ging es los, ein riesengrosses Feld von ca 1200 Startern, macht sich auf den Weg nach Sölden. Wir sind gut weg gekommen und konnten uns aus dem grössten Gerangel raushalten. Gleich nach dem Start kam der erste kurze Anstieg des Tages, Richtung Leutasch, dies brachte schon mal die erste kleine Selektion. Flott ging es dann weiter, bis es nach etwa 45 Kilometern, den erste grosse Anstieg an dieser Tour Transalp, hoch zur Küthai, zu bewältigen gab. An diesem Anstieg konnten wir uns dann auch von den anderen Damenteams absetzten. Nach der langen Abfahrt nach Oetz hinunter, folgten die letzten 30 Kilometer des Tages, immer leicht ansteigend Richtung Sölden. Zum Glück hatten wir an diesem Tag Rückenwind, denn auch so waren diese letzten Kilometer bis zum Ziel anstrengend und kräftezehrend. Doch wenn man mit dem Sieg belohnt wird, nimmt man das gerne in Kauf.

2. Etappe von Sölden nach Brixen 124km 2900Hm
Heute zum ersten Mal im rosa Leadertrikot, fuhren wir gleich nach dem Start bei schönstem Sommerwetter hoch zum Timmelsjoch, ein langer aber gut zu fahrender Pass, oben lag noch Schnee und es wurde auch etwas kühl in der Abfahrt, aber runter kommt man ja bekanntlich schneller und als wir in Italien eintrafen, wurde uns schon sehr bald wärmer als uns lieb war. Es folgte nämlich der zweite Anstieg an diesem Tag, es ging über den Jaufenpass. Nach einer rasanten Abfahrt hatten wir noch gute 35 Kilometer bis zum nächsten Etappenort nach Brixen. Zum Glück erwischten wir eine schnelle Gruppe, denn der Wind wehte uns entgegen. Nach einem auf und ab kamen wir dann in Brixen an und fuhren unseren zweiten Etappensieg ein.

3. Etappe von Brixen nach St.Vigil 85km 2900hm
Es ist wie immer, die kürzeste Etappe ist eine der Schlimmsten, dies ist auf der Strasse nicht anders wie beim Biken. Gleich nach dem Start gilt es das Würzjoch zu bezwingen, ein langer, aber noch einigermassen angenehm zu fahrender Anstieg. Ich fühlte mich gut und versuchte Danièle so gut es ging zu unterstützen. Die Abfahrt war relativ schwierig, da der Strassenbelag sehr „italienisch“ war, viele Schlaglöcher und teils Kies in den Kurven. Kurze Gegenanstiege erschwerten das Ganze noch. Unten angekommen kam schon der nächste Anstieg über einen Radweg asphaltiert, wäre also auch mit dem Bike optimal befahrbar gewesen. Es hiess also aufpassen, dass man sich keinen Plattfuss einfängt. Dann kam der Furkelpass, ein ganz gemeines Ding, nicht sehr lang, aber mit elenden Rampen gespickt, ich wünschte mir heute eine dreifach Kurbel . Die Hitze machte mir dann auch noch etwas zu schaffen, als dann auch noch der französische Bergfloh den Turbo zündete, musste ich also leiden, zum Glück war das Ziel nicht mehr weit , wir verteidigten unser Leadertrikot souverän und bauten die Führung sogar noch aus. Danièle und ich sind ein prima Team und unsere Betreuer runden das ganze ab, super!

4.Etappe von St.Vigil nach Alleghe 130km 3500Hm
Heute stand die Königsetappe auf dem Programm, 5 Pässe wollten bezwungen werden, klingene Namen wie die Sella-Ronda, Passo Falzarego und der Passo Giau waren dabei. Heute war unsere Etappe, viele Pässe, da wollten wir nochmals Zeit herausfahren, das war das Motto des Tages. Es ging auch gut los, wir konnten die ersten 30 Kilometer gut im Feld mitfahren und als es in den ersten Anstieg des Tages, hoch zum Grödnerjoch ging, konnten wir uns schon von unserer Konkurrenz absetzen. Oben angekommen blieb nicht viel Zeit um zu verschnaufen, denn der nächste Berg, der Passo Sella wartete schon auf uns, flott und mit einem guten Rhythmus nahmen wir Höhenmeter um Höhenmeter. Und wieder kurz die Beine lockern und Kehre um Kehre hoch zum Passo Pordoi, nebst allen Strapazen wurden wir heute mit wunderbarem Dolomitenpanorama belohnt, zumindest ein kleiner Trost für die Anstrengung . Nur am Ziel waren wir noch lange nicht, nach einem Flachstück folgte der Passo Falzarego, ein langer aber nicht all zu steiler Aufstieg, ging wunderbar zum Fahren. Doch ich wusste was noch kommt denn der letzte Berg am heutigen Tag der Passo Giau, ist ein ganz gemeiner, vor allem wenn man schon 4 Pässe in den Beinen hat, er ist wohl nicht all zu lang doch mit seinen kurzen, steilen Teilstücken hat er mich doch etwas ans Limit gebracht. Ich musste mich da echt quälen um am französischen Bergfloh dran zu bleiben. Oben angkommen hatten wir gerade noch freie Fahrt ohne Gegenverkehr, denn wir waren noch in der Zeit wo die Strassen für die Rennfahrer gesperrt sind, also schnell aber save die Abfahrt runter donnern und alle Reserven mobilisieren und auf den Schnellzug nach Alleghe aufsteigen. Cool, wir haben es geschafft, als erstes Damenteam im Ziel und der Konkurrenz gute 13 Minuten abgenommen, unser französisch schweizerisches Team funktioniert perfekt. Jetzt heisst es sich gut erholen, denn morgen wartet das heisse Kaltern.

5.Etappe von Alleghe nach Kaltern 115km 2600Hm
Es war ein harter Tag für Danièle, bereits am ersten Pass dem Passo St.Pellegrino, hatte sie mühe das Tempo zu halten und wir verloren Meter um Meter auf unsere Konkurrenz, locker bleiben und gut zureden war jetzt angesagt. Und Danièle meisterte es mit Bravur, genau oben am Pass hatten wir die beiden wieder eingeholt und in der Abfahrt sogar distanziert. Wir fanden Unterschlupf in einer grossen Gruppe und erholten uns so gut es ging. Die Hitze war schon jetzt unangenehm und es sollte noch heisser werden. Der Anstieg über den Karrenpass verlief ohne weitere Probleme und es folgte das letzte grosse Hindernis des Tages. Der unspektakuläre Namen Deutschenhofen machte die Sache jedoch nicht einfacher, wir mussten uns nochmals zusammennehmen um über diesen Buckel zu kommen, jetzt nur noch sicher und ohne Sturz oder ähnliches die Abfahrt überstehen. Alles gut gegangen, jetzt noch 8 Kilometer nach Kaltern. Es war so unglaublich heiss, dass wir einfach nur froh waren, endlich, endlich in Kaltern zu sein. Ein Kompliment an Danièle, heute hat sie super gekämpft. Jetzt noch zwei Tage durchhalten und dann sind wir am Ziel:

6.Etappe von Kaltern nach Trento 118km 3000Hm
Eine Etappe die in die Beine ging, nach dem der Rennleiter Uli Stanciu meinte, der erste Anstieg hoch nach Truden habe zwar steile Rampen dabei, die seien aber nicht so lange, wurde eiskalt erwischt, die 900Hm waren brutal, es war nur einmal steil und es wollte kein Ende nehmen, dann noch die brutale Hitze. Oben angekommen gab es nur eine kurze Verschnaufpause. In Molina von unseren Betreuern nochmals die Wasservorräte auffüllen lassen und ab geht es 1200Hm hinauf Richtung Manghenpass. Die Konkurrenz immer in Sichtweite kamen wir am Gipfel an, jetzt schnell und kontrolliert hinunter nach Torcegno. Jetzt war es wichtig, eine Gruppe zu finden denn es ging 15 Kilometer mehr oder weniger flach nach Calceranica, da nochmals gute 200 Höhenmeter hinauf und Trento war in Sicht. Es ist unglaublich, die sechste Etappe und der sechste Sieg.

7.Etappe von Trento nach Arco 99km 2100Hm
Heute ein besonderer Tag, wir können uns nur noch selbst schlagen, etwas Nervosität machte sich breit, jetzt nur gut nach Arco kommen. Es gab auch noch eine Streckenänderung, es mussten zuerst 12 Kilometer neutralisiert gefahren werden, da ist immer die Gefahr von Stürzen etc. Aber alles ging gut, und wir erreichten den letzten grossen Anstieg hinauf zum Monte Bodone. Ich hatte gute Beine und war motiviert nochmals alles zu geben. Danièle hatte hingegen grosse Mühe, die Hitze und die Strapazen der letzten Tage machten ihr schwer zu schaffen. Doch es wäre keine Bikerinn wenn sie einfach aufgeben würde, für das „Maglia Rosa“ muss man kämpfen und leiden und beides hat Danièle super gemacht und irgendwann waren wir oben. Und siehe da, wir überholten in der Abfahrt die Ladies die sich davon gemacht hatten und jetzt gab es kein halten mehr, Arco wir kommen. Noch über den Passo del Ballino und wir konnten den Lago di Garda schon sehen, yes,yes,yes, wir haben es geschafft, wir haben die JEANTEX TOUR TRANSALP powerd by SIGMA gewonnen.

20.06.10
Black Forest Martahon

Doppelsieg auf der 88-Kilometer-Distanz

Tage wie diese gibt es nicht oft, ich dachte eigentlich, ich würde heute ohne einen einzigen Rennkilometer wieder nach Hause fahren, denn vor dem Start funktionierte meine Hinterbremse nicht mehr und der Servicemann vor Ort konnte das Problem auf die Schnelle nicht beheben. Glücklicherweise kam der Bruder des Teamchefs in Hinterzarten vorbei und gab mir sein Bike. Vielen herzlichen Dank! In aller Eile stellten wir das Bike mehr oder weniger auf meine Bedürfnisse ein, so dass ich vier Minuten vor dem Start im Startblock stand und das Rennen beginnen konnte. Zu meinem Erstaunen konnte ich mich recht schnell von der Konkurrenz absetzen und fuhr von da an ein einsames Rennen. Das Wetter war auch nicht sehr sommerlich, es gab alles von Regen zu Graupel bis Sonne. Es war ein tolles Gefühl nach 03:40:30 ins Ziel zu fahren, dies in der Heimat des Sponsors, super schön. Anna- Sofie Norgaard machte das Resultat perfekt, so konnten wir einen Doppelsieg feiern.

13.06.10
Waldhaus Marathon

Sieg am Waldhaus Marathon

Bei nassen Bedingungen machten wir uns auf den Weg die 42km und 900Hm zu überwinden. Bei dem Dauerregen und eher kühlen Temperaturen war ich ganz froh, dass es heute einen kurzen Arbeitstag geben wird. Das Rennen ging von Beginn weg schnell los. Ich versuchte gleich in eine gute Gruppe zu kommen, denn der Wind war heute sicher mitentscheidend. Dies gelang mir auch ganz gut. Etwa nach der Hälfte des Rennens nach einem etwas längeren Aufstieg waren wir dann plötzlich nur noch zu dritt und von da an musste ich das Tempo selbst machen. Ich war froh, nach 1:35:30 als erste Dame die Ziellinie überquert zu haben. Das Rennen war wichtig für die Sponsoren, die in dieser Gegend zu Hause sind.

05.06.10
Craft Bike Trans Germany

Etappe 1:Garmisch – Lermoos 81km - 2154 hm

Podest knapp verpasst!

Es war ein schwieriger Auftakt am Trans Germany. Dauerregen und kalte Temperaturen begleiteten uns am ersten Renntag. Nach einer neutralisierten Startphase ging es gleich zur Sache, ein sehr steiler Anstieg zur Partnachalm war zu bewältigen. Ich kam für meine Verhältnisse gut weg und konnte mich gut positionieren. Nun folgte ein ewig langer Aufstieg über die Gaistalalm weiter zur Ehrwalder Alm, oben war es so kalt, dass ich weder die Trinkflasche noch den Gel in die Hände bekam. Auch das Schalten und Bremsen war nur noch „grobmotorisch“ möglich. Doch es half nichts, ich musste weiter, irgendwie kam ich dann auch wieder ins Tal nach Lermooser Moos, um den letzten Anstieg des Tages zur Tuftalm in Angriff zu nehmen. Die letzten 7 Tageskilometer hatten es dann noch in sich. Die Strecke zog sich elend lange dahin. Ein ständiges auf und ab. Dann endlich kam das Ziel, Lermoos war erreicht. Ich war zwar sehr zufrieden über die Rangierung, doch Spass machte das nicht mehr, schlotternd und völlig durchnässt hiess es jetzt schnell warme Sachen anziehen und ab ins Hotel.

Etappe 2:Lermoos – Pfronten 75km - 1863 hm

Es war ein weiterer kühler Tag im Allgäu. Allerdings regnete es etwas weniger als am Mittwoch und die Quecksilbersäule zeigte ein paar Grad mehr an. Es wurde sehr schnell gestartet und ich musste mich richtig reinhängen um in der Gruppe zu bleiben. Nach 15 Kilometern war der erste Anstieg geschafft. Es folgte eine schnelle Abfahrt nach Weissenbach dann hinauf nach Gaicht und den Adlerhorst. Dann in der Abfahrt eine riesen Schrecksekunde, bei einem Übergang von Schotter auf eine Strasse, sah ich erst im letzten Augenblick einen Strassenpfeiler auf mich zu kommen. Ich konnte gerade noch irgendwie ausweichen und zerstörte mit meinem Oberschenkel den Pfeiler, blieb aber auf dem Bike und konnte weiterfahren. Puh, einfach nicht darüber nachdenken was hätte passieren können, weiterfahren und die Gruppe halten. Der letzte Anstieg hoch zum Lohmoos war sehr kräfteraubend, von da an ging es dann zum Glück mehrheitlich runter bis zum Ziel in Pfronten. Ich kam zusammen mit meiner Teamkollegin Anna-Sofie Noergaard als 6te ins Ziel und verloren nur 15 Sekunden auf die Britin Sally Bigham, somit verteidigte ich Position 4 in der Gesamtwertung.

Etappe 3:Pfronten – Sonthofen 56km - 1830 hm

Rang zwei am heutigen Tag!

Mit den ersten Sonnenstrahlen am diesjährigen Trans Germany ging es auch mir besser. Ich fühlte mich heute richtig gut und war motiviert das Maximum aus mir herauszuholen. Der erste Anstieg war sehr steil und trennte schon die Spreu vom Weizen. Nach einer kurzen Abfahrt ging es hinauf zur Buchel-Alp, bis dahin war alles noch fahrbar, dann folgte eine Schiebe-Passage, denn durch den vielen Regen war der Wanderweg eher eine Schlammrampe. Kurz vor dem höchsten Punkt sah ich dann Birgit Söllner, die Dritte der Gesamtwertung vor mir, jetzt wusste ich, heute ist es möglich, Zeit gut zu machen. Was wir nicht wussten, war, dass in dieser Phase Pia Sundstedt und Elisabeth Brandau, die Leader der Tour gestürzt waren. Im Verlaufe des Rennens konnte ich also zu Birgit Söllner aufschliessen und wir nahmen den letzten Anstieg zur Strausbergalp gemeinsam in Angriff, wo dann Söllner etwas stärker war. Sie erwischte auch noch eine Männergruppe und holte am Ende den kleinen Vorsprung heraus. Etwas überrascht nahm ich dann zur Kenntnis, dass ich als zweite ins Ziel kam. Für Pia bedeutete der Sturtz leider das Aus bei der Trans-Germany. Brandau, ist weiterhin die Leaderin, vor Birgit Söllner und mir.

Etappe 4:Sonthofen – Bregenz 75km - 1300 hm

Zweifel sind ausgeräumt und der dritte Rang gesichert!

Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es heute los in Richtung Bregenz, das erste grosse Hindernis des Tages war der Riedbergpass, ein langer und steiler Pass. Nach den letzten Tagen Regen und Schlamm war es auch egal, dass die ersten 40 Kilometer der Strecke nur auf Asphalt zu fahren waren. Nach einem Gegenanstieg ging es flott weiter in Richtung Bozenau. Da passierte das Missgeschick, ein Richtungsweiser wurde von uns (ca 200 Fahrer J) falsch interpretiert und wir kamen von der Strecke ab. Wir fuhren gute 250 Höhenmeter und 6 Kilometer falsch, bevor wir merkten, da stimmt was nicht. Ich kam dann leicht ins Schwitzen, dachte echt, das darf doch nicht wahr sein, der Podestplatz war in Gefahr. Doch mein Glück war es, dass auch die kommenden Fahrer alle falsch fuhren und so hielt sich das Missgeschick in Grenzen. Nach einer kurzen chaotischen Phase ging das Spiel von neuem los. Ich lies mich davon nicht aus dem Konzept bringen und löste mich gleich wieder von den restlichen Damen im Feld und fuhr dem Ziel in Bregenz entgegen. Die letzten 10 Kilometer zogen sich nochmals elend lange dahin, doch dann war es geschafft. Mit etwas Verspätung aber happy erreichte ich als Dritte das Ziel in Bregenz J!


1. Elisabeth Brandau - DE - Team Haibike 2. Birgit Söllner - DE - Team Firebike-Drössiger 3. Milena Landtwing - CH - Team Rothaus-Cube 4. Anna-Sofie Norgaard- DK - Team Rothaus-Cube 5. Sally Bigham - GB - Topeak Ergon Racing Team Klassiert 110 Fahrerinnen

16.05.10
Offenburg Marathon

Enttäuschung in Offenburg

Es gibt nicht viel zu sagen, ich fand von Anfang bis Ende keinen Rhythmus und Druck hatte ich auch nicht wirklich. Ausrede? Keine!. Das einzige Positive an diesem Tag war, dass ich nicht vorzeitig ausgestiegen bin. Moralisch wichtig, denn das Gefühl ist eh schlecht, wenn man dann noch aufgibt kommt noch Frust dazu, so gesehen, war es wieder ok. In zwei Wochen startet die Trans-Germany bis dahin werde ich mich auf die Suche nach den fehlenden Kilometer machen.

09.05.10
Bike Marathon Singen / GER

  Sprint auf Platz zwei

Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass es heute so gut gehen würde. Es war viel besser, als vor einer Woche am Gardasee. Ich hatte in Singen am Hohentwiel nur in der Anfangsphase Probleme. Die ersten 20 Minuten waren brutal hart. In dieser Zeit gelang es auch der späteren Siegerin Birgit Söllner sich an die Spitze zu setzen. Als ich ins Rennen gefunden hatte, fand ich mit Fabienne Heinzmann eine gute Partnerin. Wir sind eine gemeinsame Schweizer Taktik gefahren um die Konkurrentinnen Alexa Hüni und Annette Griner los zu werden J. Der Pakt von uns zwei Eidgenossinnen funktionierte so gut, dass wir über die gesamte restliche Distanz der 75 Kilometer zusammen arbeiteten. Wir einigten uns dann auf eine Sprintentscheidung. Fabienne zog als erste an und kam vor mir an die Zielkurve. Ich schaffte es aber mit einer engeren Linie noch an Fabienne vorbei zu ziehen und konnte mir so knapp den zweiten Platz sichern. Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Nächste Woche steht Offenburg auf dem Programm.

01.05.10
SympaTex Bike Festival Garda Trentino

 

Für mich war der Ausgang der Ronda Grande über 86.6km etwas unglücklich. Kristin Norgaard und ich dachten eigentlich dass wir das Rennen gemeinsam auf dem Podium beenden würden, als wir mit 26 Sekunden, respektive 2 Minuten Rückstand auf Kerstin Brachtendorf ins Ziel kamen. Doch dann kam noch meine Schweizer Landsfrau, die zehn Minuten später in einem anderen Startblock gestartet war und schob sich noch nach vorne. Darüber bin ich doch etwas enttäuscht, dass soll aber keine Ausrede sein, wir haben das in dem Moment einfach nicht gecheckt. Und so quasi einen taktischen Fehler begangen. Es ist schwierig, wenn man keine direkte Vergleichsmöglichkeit hat. Wieder mal was gelernt, und schon am nächsten Wochenende gibt es eine neue Chance es besser zu machen.

20.03.10
Rennbericht Marathon Gran Canaria

 

Der Flug war kurz und schmerzlos, bereits nach 50 Minuten landeten wir auf Gran Canaria. Im Hotel angekommen, reichte es gerade noch zu einem späten Frühstück, bevor wir uns aufs Bikes setzten. Es herrschte eine drückende Hitze der „Calima“ war da, Grüsse aus der Wüste also und der sollte auch die kommenden Tage anhalten. Michi, Andi und ich drehten eine lockere Runde, um die Beine etwas zu lockern. Die Aufgabe für die kommenden Tage war Training und Regeneration gut zu timen, denn das letzte Rennen der Challange Canaria steht noch auf dem Programm. Am Tag vor dem Rennen schauten wir uns noch einen Teil der Marathonstrecke an, da die Marathonstrecke aufgrund von Unwettern und starken Regenfällen im Februar geändert werden musste. Ganze Trails gingen durch Erdrutsche verloren. An Härte verlor die Strecke dadurch jedoch keineswegs. Das Rennen wurde sehr schnell gestartet und ich musste mich rann halten um dabei zu bleiben. Nach 10 Kilometern startete eine Mitkonkurrentin sogar eine Attacke, ich konnte ihr Hinterrad halten, als sie an Tempo verlor, zog ich den Rhythmus einfach durch und nach kurzer Zeit merkte ich, dass mir keine der Ladies mehr folgen konnte. Ich musste darauf achten, bei der enormen Hitze genügend zu trinken und keinen Plattfuss einzufahren und hoffte, dass die Kraft bis ins Ziel reichen würde. Nach der ersten nicht ganz einfachen Abfahrt standen Ubi und sein Sohn im „Barranco“ um Fotos zu machen und uns mit Trinkflaschen zu versorgen. Herzlichen Dank an die beiden. So konnte ich beruhigt die zweite Hälfte des Rennens in Angriff nehmen. Glücklich über meinen zweiten Sieg und den Sieg in der Challenge Canaria, gönne ich mir jetzt noch 2 Tage Urlaub. Die ganze Challenge mit den Rennen auf Lanzarote, La Palma und Gran Canaria waren tipp topp organisiert und dank Petra Wonisch, die es mir ermöglicht hat als Gastfahrerin dabei zu sein. Herzlichen Dank für die Einladung.

14.03.10
Rennbericht La Palma Marathon

 

„Frühling, Sonne, Trails und Meer... was will man mehr! Seit Dienstag bin ich hier auf der grünen Insel im Atlantik (La Palma). Gleich nach meiner Ankunft wollte ich die Gegend entdecken und fuhr hinunter zum Strand. Aus Erzählungen wusste ich, dass es auf der Insel eigentlich nur hoch oder runter geht! Ich war also in 15 Minuten unten am Strand, der Rückweg dauerte dann schon mal drei Mal solange. Am Abend trudelten dann noch Silvio Wieltschnig und Heinz Zölweg ein. Es blieb nicht allzuviel Zeit bis zum Rennen, weshalb ich entschied, am Vortag des Rennens eine gemütliche Ausfahrt zusammen mit Andreas Strobel, Michi Kalivoda und Sigi zu machen. Der Temperaturunterschied zur Schweiz war gross und ich musste mich noch ein bisschen anklimatisieren. Gleich nach dem Start des Rennens ging es zur Sache, es galt die ersten 1000Hm zu fressen. Ich merkte, dass ich recht gute Beine hatte und so kümmerte ich mich nicht um die Konkurrenz und fuhr einfach meinen Rhythmus. Als ich merkte, dass ich einen guten Vorsprung herausgefahren hatte, nahm ich etwas an Tempo raus und hatte echt Freude am Fahren, denn das ganze Rennen war sehr technisch und mit vielen Trails gespickt, super schön. Zum Schluss musste ich dann nochmals beissen, denn der Schlussanstieg wollte einfach nicht vorbei gehen. Alles in allem war es ein super Event und ich freute mich über den ersten Sieg in der Saison 2010. In der Gesamtwertung der Challange Canaria konnte ich ebenfalls die Führung übernehmen. Mein Teamkollege Silvio Wieltschnig hatte nicht seinen besten Tag, er wurde durch Krämpfe in den Beinen etwas zurückgebunden. Am nächsten Tag stand dann eine hammer(harte) Tour auf dem Programm. So was Schönes habe ich noch selten gesehen, unendlich lange Singletrails auf über 2000 Meter, direkt über dem Atlantik, einfach toll! Und weil es so schön war, hängten wir am nächsten Tag noch die Vulkanroute an, ebenfalls ein unvergessliches Erlebnis, nach 5 Stunden Singletrails, müden Beinen und brennenden Unterarmen, machten wir einen letzten Kaffeestopp, bevor wir zurück zum Hotel radelten. Am nächsten Tag ging es weiter nach Gran Canaria.


09.03.10
Sport-Symposium mit Podiumsdiskussion Mittwoch, 10. März, 20.00 Uhr Hotel Laudinella, St. Moritz-Bad

Themen und Referenten:

„Spitzensport und Beruf", Milena Landtwing, Profi Mountainbikerin, Diplomierte Pflegefachfrau

"Sport und Kälte", Dr. med. Bruno Durrer, FMH Allgemeine Medizin, Pionier der alpinen Luftrettung

"Doping - Medikamente - Supplemente. Alles klar?", Matthias Kamber, Direktor Antidoping Schweiz

12.03.2010 Rennen auf La Palma und Gran Canaria

Am Freitag geht es los.. zusammen mit meinem Teamkollegen Silvio Wieltschnig fliege ich nach La Palma wo wir am Sonntag ein Marathon Rennen fahren werden.  Danach stehen einige Trainingstage auf dem Programm bis wir nach Gran Canaria fliegen und da noch den Abschluss Marathon der Canary Bike Challenge bestreiten werden. Es wird wieder eine interessante Geschichte da wir wieder „nur“ im Schnee trainiert haben, wir werden sehen, ob wir es auf dem Bike umsetzen können... .

Weiter Infos und Berichte folgen.

07.02.10
26.1. – 2.2.10 Trainingslager Lanzarote

 

So schnell kann es gehen, vor ein paar Tagen noch im Schnee und jetzt bei Sonnenschein und warmen Temperaturen im Süden. Zusammen mit meinem Teamkollegen Silvio Wieltschnig machte ich mich auf den Weg nach Lanzarote um da eine Woche zu trainieren und auch gleich die ersten zwei Rennen der Saison zu bestreiten. Unsere Truppe wird noch durch Andi Strobel und Michi Kalivoda ergänzt. Es macht Freude, mit anderen Bikern die Insel Lanzarote zu erkunden, es ist schön Training und Ferien unter einen Hut zu bringen und so kommt das Kaffeetrinken und Kuchenessen auch nicht zu kurz.
Nachstehend ein Rennbericht aus Lanzarote
Rennbericht lanza 1. etappe
Rennbericht lanza 2. etappe

01.02.10
Dezember und Januar

 

Es ist schon eine Weile her, seit dem letzten Eintrag. Es ist also Zeit wieder mal ein paar Infos ins Netzt zu stellen. Im Engadin ist der Winter in aller Pracht da, dass bedeutet viel Abwechslung im Training. Im Moment stehen folgende Sportarten auf dem Programm, Skitouring, Langlaufen, Running, Alpin Skifahren etc. Es wird mir also sicher nie langweilig. Dazu gibt es einige Fotos.....

26.11.09
Zwischensaison 09

 

Training und „Guezle“ Nach dem ich mich ausgiebig von der Saison erholt habe, starte auch ich wieder mit dem spezifischen Training. Nicht das ich in der Zwischenzeit nur auf der faulen Haut gelegen habe, natürlich nicht. Allerdings habe ich mich nach Lust und Laune bewegt und vieles nachgeholt was in der Saison nicht so Platz hatte. Da im Engadin noch kein Schnee liegt kann ich immer noch tip top biken :-) Genau wie heute, zuerst eine coole Suvretta CC Runde und dann das aller Beste des Tages, eine Guezli Aktion starten, denn der 1. Advent kommt ja schon bald.

22.09.09
Die schöne Zeit nach der Rennsaison

 

Nach dem ich in diesem Jahr mehr erreicht habe, als ich mir ausgerechnet hatte, ist der Rennhunger nicht mehr zu verspüren und ich entschloss mich, die Saison etwas früher zu beenden als die Jahre zuvor. Das heisst jedoch nicht, das ich mich jetzt zurücklehne und auf dem Sofa liege, nein, jetzt ist es an der Zeit, die Sachen zu machen, die in der Rennsaison etwas zu kurz kommen. Da das Wetter im Engadin auch noch mitspielte machte ich meine ersten Bergsteiger-Erfahrungen , der Piz Palü und der Piz Morteratsch eigneten sich bestens dafür. Dann ist jetzt der goldene Herbst ideal für lange Biketouren. Eine Pause folgt dann im November, bevor es dann wieder an den Aufbau für das kommende Jahr geht. Ich möchte mich bei all denen bedanken, die mich in dieser Saison so gut unterstütz haben, ohne euch wäre das Alles nicht möglich, vielen, vielen Dank!

13.10.09
Schwarzwald-Marathon:

Pünktlich um 9:00 Uhr ging es bei schönstem Herbstwetter los.
Ich merkte schnell, dass die Beine heute wunderbar liefen und so konnte ich das hohe Tempo in der Startphase gut mitgehen. Nach einer Stunde wusste ich, heute konnte ich mich nur selber schlagen. Es war ein typisches Schwarzwaldrennen, nie lange Anstiege aber immer wieder kurze, knackige Rampen. Nach zweieinhalb Rennstunden, war ich dann alleine unterwegs, meine zwei Begleiter konnten das Tempo nicht mehr mitgehen und mein Motor wurde langsam so richtig warm. Es war ein tolles Gefühl, es machte heute richtig Freude, als ich in der letzten Stunde nur noch am überholen war, ich lies einen nach dem anderen der Herrenkategorie stehen ;-) um dann als erste Dame im Ziel anzukommen. Es war ein wichtiger Sieg, denn das Rennen fand in der Gegend des Hauptsponsors statt und so waren alle zufrieden.

28.08.09
Nationalpark-Bike-Marathon:

 

der erste Sieg in der Schweiz!
Pünktlich zum Start in Scuol öffnete Petrus seine Schleusen. Für mich war das kein Nachteil, wie sich später herausstellte. Gleich nach dem Start entwischte mir Antonia Wipfli, ich konnte ihr Tempo nicht mithalten und so versuchte ich meinen Rhythmus zu finden. Es war ja noch nichts verloren, auf 138 Kilometern und guten 4000 Höhenmetern kann viel passieren. Es lief mir allerdings zu Beginn nicht so wirklich gut. Ich hatte schwere, schmerzende Beine und ich schlotterte vor mich hin, irgendwie war etwas der Wurm drin, so dachte ich zumindest. Dies hat sich bis Livigno auch nicht geändert. Meine lieben Betreuer mussten sich so einiges von mir anhören, zum Glück sind sie nicht nachtragend ;-) . Es folgte der Anstieg zum Pass Chaschauna und plötzlich ging es, ich konnte bis zum Restaurant hochfahren, das schaffte ich zuvor noch nie. Ich war so erstaunt, dass die kurze Laufpassage dann wie im Fluge vorbei ging und ich mich in die Abfahrt begeben konnte. Es lief wie geschmiert, ich düste den Trail hinunter und schloss zu Antonia auf. Wow, dachte ich, jetzt ist alles möglich. In S-Schanf hatte ich bereits über eine Minute Vorsprung herausfahren können. Jetzt wusste ich, dass ich es schaffen könnte. Es war ein hartes Stück Arbeit, denn von S-Schanf an blies uns ein gemeiner Gegenwind entgegen und ich hatte doch etwas Verfolgungswahn, denn Antonia war ja noch nicht weit zurück und der Weg bis ins Ziel war noch weit. Von Lavin an, stieg die Strecke nochmals stetig an, über Guarda weiter nach Ftan. Ich musste richtig leiden, denn jetzt wollte ich den Sieg. Ich war so froh, als die letzte Rampe gemeistert war und ich in die Abfahrt einbiegen konnte, jetzt nur noch heil unten ankommen, dachte ich mir. Dann war es geschafft, ich querte die Brücke und das Ziel war da, mein erster Sieg in der Schweiz und dann auch gleich noch in meiner neuen Heimat, super toll! Obwohl ich in Livigno noch sagte „Ich finds im Fall ned luschtig ......!“

23.08.09
Marathon Weltmeisterschaft Graz:

 

Top Ten war das Ziel, Platz 8 kam heraus!
Nach dem 12. Rang im letzten Jahr wollte ich dieses Jahr unbedingt in die top ten fahren. Nach den vielen Etappenrennen, wusste ich nicht so genau, wie spritzig ich an einem Eintagesrennen sein kann. Druck brauchte ich mir allerdings nicht zu machen, den hatten andere Schweizerinnen ;-) . Nach den ersten 4km lag ich noch an Position 16, ich muss sagen, die Startphase war sehr schnell, es ging eine über 20% steile Rampe hoch und da wollten alle in einer guten Position fahren. Nach 20km hatte ich mich allerdings schon auf Position 12 vorgearbeitet. Das Terrain war durch den Regen am Vortag teils stark aufgeweicht und die Trails waren rutschig und da hatten so einige ihre Probleme. Als es an den längsten Anstieg des Tages ging, passierte ich die Titelverteidigerin Gunn-Rita Dahle, die nach ihrer Babypause noch nicht wieder ganz in Topform war. In einer Dreiköpfigen Gruppe erreichte ich die Bergstation Stöckel, von der aus die verbleibenden 20 Kilometer fast nur noch bergab führten. Ich ging als erste des Trios in Abfahrt und hängte dann meine beiden Konkurrentinnen, die Britin Sally Bigham und Ellena Gaddoni (Italien) ab. Irgendwann passierte ich noch deren Landsfrau Michela Benzoni und so sicherte ich mir den achten Platz. Die schwierige Streckenführung kam mir sicher entgegen. So bin ich total happy über das Ergebnis, die Mundwinkel sind immer noch ganz weit nach oben gezogen..... :-).

23.08.09
Die Tage nach der WM:

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei Sonnenschein und dem besten Buttergipfel im Engadin starteten Balz, Nic und ich in Richtung St.Moritz um im Lej Nair baden zu gehen, brrrrrr, wie kalt wird es wohl sein?. Es gab kein Weg zurück, ab ins  eiskalte Nass, einmal drin war es dann nur noch kalt, kurz hin und zurück schwimmen und schnell wieder raus und an die Sonne legen zum Trocknen. Nach dieser Erfrischung wollte der Magen gefüllt werden und so machten wir uns auf den Weg ins Laudinella. Gut verköstigt machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend dachten wir jetzt war der Tag schon so schön, jetzt müssen wir noch eine würdige Abendbeschäftigung finden und so machten wir uns auf den Weg vom Albulapass zum Mutische wo wir ein schönes Picknick machten, ein echt würdiger Abschluss eines tollen Tages.

09.08.09
Start zur Vaude Transschwarzwald;

Mittwoch 19.08.09 um 17:30-18:30 im DSF Highlights der VTS.

DSF Sportrailer 2009 (Hier klicken)

 

1. Etappe von Pforzheim nach Bad Wildbad, 70km, 1900Hm. Heute hiess es wieder in die Pedalen treten. Ich wusste nicht so richtig, wie fit ich bin, denn nach dem Transalp ist das immer so eine Sache, hat die Erholung gereicht oder nicht... ?. Sie hat gereicht, zumindest für den ersten Tag ;-). Aber der Reihe nach, nach der Neutralisation über 7km war wieder mal ein grosses Gewusel und ich musste viel arbeiten, um nach vorne zu kommen. Die Anstiege liefen dann tiptop und ich konnte einen konstanten Rhythmus fahren. Die Downhills waren nicht wirklich spektakulär und man konnte das Tempo immer sehr hoch halten. Nach gut drei Stunden war es dann soweit, ich konnte den ersten Tageserfolg feiern und heute Abend das Leadertrikot überstreifen. Freue mich sehr und versuche alles zu geben, um das Trikot so lange wie möglich zu behalten!

2. Etappe von Bad Wildbad nach Bad Rippoldsau-Schapbach, 90km, 2700Hm
Gleich nach dem Start ging es zur Sache, ein längerer Aufstieg riss gleich grosse Lücken ins Feld. Ich fand einen guten Rhythmus und versuchte mich gleich von der holländischen Meisterin abzusetzen, was mir auch gelang. Jetzt musste ich immer schön an der Männergruppe dran bleiben. Es war dann doch ein hartes Stück Arbeit, doch im Ziel hatte ich über 10 Minuten Vorsprung auf die zweite Dame und das lässt doch hoffen.

3. Etappe von Bad Rippoldsau-Schapbach nach Wolfach, 75km, 2400Hm
Ein super Tag, die Beine waren 1A und so düste ich durch den Schwarzwald, super. Ich muss mal dazu sagen, ich habe eigentlich absolut keine Orientierung in diesem grossen Wald, die Bäume und Wege sehen irgendwie jeden Tag gleich aus, aber egal, es gibt ja Schilder wo wir durchfahren müssen, zum Glück. Heute war ich die schnellste Frau des Tages, schön J.

4. Etappe von Wolfach nach Schonach, 55km, 2200Hm Kurz und knackig war heute das Motto, nur das kennen wir ja schon, kurz und knackig heisst steil und anstrengend! Und so war es dann auch. Zu Beginn mussten wir einen Startloop fahren, sehr steil und in einem höllen Tempo, zum Glück gab es kurz danach einen Stau im Trail, so konnte ich nochmals durchatmen und die Beine hatten nochmals eine kurze Verschnaufpause. Der anderen Ärger war mein Glück, denn danach lief es bei mir wieder wie gewünscht und die Etappe nahm wieder ein gutes Ende für mich.

5. Etappe von Schonach nach Engen, 112km, 1900Hm. Heute war es wichtig, in eine schnelle Gruppe zu kommen, denn die vielen Flachstücke alleine im Wind zu fahren macht definitiv keinen Sinn und Freude schon gar nicht. Das klappte auch alles sehr gut, nur war meine Gruppe sehr schnell und ich musste heute kämpfen um die Gruppe halten zu können. Über jede kleine Welle, die dann auch nicht so klein waren wurde einfach im grossen Kettenblatt rüber gedrückt, Wahnsinn, aber rausfallen wollte ich auch nicht, also gab es nichts anderes, als immer wieder in den Lenker zu beissen und durchzuhalten. Dann noch einmal eine scharfe Linkskurve und die letzten Meter zum Ziel hoch, geschafft. Der Fünfte Sieg in Folge ist Tatsache geworden.

6. Etappe von Engen nach Grafenhausen, 69km, 1600Hm. Pünktlich um 11:00 starteten wir von Schonach in Richtung Grafenhausen, die Heimat unseres Hauptsponsors Rothaus. Da war es für uns Pflicht, alles zu geben, um ein gutes Teamresultat zu bringen J. Gesagt getan, ich fuhr heute meinen 6. Tagessieg nach Hause und alle waren zufrieden. Auch Benny und Matze fuhren heute auf Platz 1, super gemacht. Zur Belohnung gab es Freibier für uns im Hotel, danke dem Rothaus Chef (er wusste wohl wieso er es uns heute spendierte und nicht morgen hicks, schluck...). Jetzt heisst es für morgen, safe zu fahren damit nichts mehr passiert und ich meinen nächsten Sieg feiern kann....

7. Etappe von Grafenhausen bis Murg-Niederhof, 83km, 2100Hm. Heute musste ich dann doch noch etwas bangen, denn in der Nacht machte sich ein böser Magendarmkäfer bemerkbar und mir war nach allem anderen als nach Rennen fahren zu mute. Doch heute gab es keine „Birne“ ich musste fahren, egal wie schlecht es mir ging. Das konnte ja heiter werden, aber ich hatte ja über eine Stunde Vorsprung und das musste einfach reichen.

Ich bereitete mich also auf meinen Überlebenskampf vor, immer daran denken, es ist alles nur eine Kopfsache. (Während des Rennens verfluchte ich all diese dummen Sprüche ;-) ) Nach 90 Minuten Fahrzeit war es um mich geschehen, ich konnte weder essen noch trinken, die Energie schwand von Minute zu Minute und kleine Hügel wurden zu beinahe unüberwindbaren Bergen, als die 30km Tafel kam, wollte ich nur noch absteigen und mich ins Gras legen. Jetzt war dann doch wieder der Kopf gefragt, so nicht, Frau Landtwing, jetzt ist ein Moment, um Alles zu geben und den Verstand irgendwie auszuschalten, einfach eine Pedalumdrehung nach der anderen und dann geht das. So quälte ich mich über die Kilometer bis endlich, endlich das ersehnte Ziel in Murg da war. Überglücklich überquerte ich die Ziellinie und konnte es kaum fassen, ich habe es wirklich geschafft, die Vaude Transschwarzwald ist gewonnen.......................

Dieses Rennen hat es mir wieder einmal bewusst gemacht, wie man jeden Tageserfolg schätzen muss und eine Rundfahrt ist wirklich erst am letzten Tag nach der Zieldurchfahrt zu ende, alles kann passieren!

1.Platz Milena Landtwing SUI Team Rothaus-Cube

2.Platz Laura Turpjin NLTeam Merida Combee

3.Platz Almut Grib GER Team Woba.com/Centurion

01.08.09
Einige Tage „dolce far niente“

und wo geht das besser als im Tessin, fein essen, viel schlafen, baden, die Sonne geniessen, einfach die Motoren wieder auffüllen und ja, ein wenig Biken musste auch sein!

Ab nächstem Sonntag (09.08.09) geht es weiter mit dem Transschwarzwald.....

 

www.bike-translap.de
29.07.2009

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18.07.09 Start Transalp im Frauenteam mit Kristine Noergaard

1. Etappe Bike Transalp Der Wetterbericht hatte es schon angekündigt, es sollte Regnen und Schnee bis auf 1500 Meter geben, doch es hat niemand damit gerechnet das es 20cm Neuschnee gibt. Doch dem war so und die Rennleitung entschied, die erste Etappe abzusagen. So stand ein gemütlicher Tag auf dem Programm. Klaus, der Betreuer von Kristine Noergaard und mir fuhr uns nach Reith i.A. zum Hotel, da stärkten wir uns mit einem feinen Essen bevor wir stundenlang die Tour de France im TV verfolgten .

19.07.09 Sieg bei der 2. Etappe, Start morgen im Leadertrikot!

2. Etappe Transalp Um 11:00 Uhr fiel der Startschuss zur verkürzten Etappe nach Mayerhofen im Zillertal. Wegen Schnee am Geiseljoch wurde die Etappe auf 55km und 2000Hm gekürzt und das Ziel war in Schwaz. Kristine und ich starteten nicht all zu schnell, wir wissen ja schon wie der Haase läuft und dies zahlte sich bis zum Schluss auch aus. Der erste Anstieg war nicht besonders schwer, es folgte eine Abfahrt und da gab es eine Schrecksekunde, denn Kristine stürzte, zum Glück ist ihr nichts passiert. Weiter ging es nach Hochfügen, diesen Anstieg kannten wir schon von der Zillertal Challenge und es ging dann auch richtig gut, oben erwischten wir dann auch die Rotwild Ladies und so konnten wir als Siegerinnen die Ziellinie in Schwaz überqueren. Wir sind super happy und freuen uns auf die morgige Etappe, von Mayerhofen nach Brixen. Jetzt holen wir uns noch das Leadertrikot ab

3. Etappe der Transalp von Mayerhofen nach Brixen, eine Rollerstrecke!

Bei schönstem Wetter ging es pünktlich um 9:00 Uhr los. Nach kurzer Einrollphase ging es gleich in den ersten und einzigen Anstieg an diesem Tag, schnell konnten wir uns gemeinsam mit dem Fiat Rotwild Team absetzten. Das Tal zog sich elend lange hoch. Beim Stausee angekommen, folgte ein langes technisches Stück, das durch den vielen Regen und Schnee richtig aufgeweicht war, auch jetzt kamen uns immer noch Unmengen an Wasser entgegen, das machte es unmöglich, alles zu fahren. Nach einem x‐fachen Wechsel von Aufsteigen fahren und wieder schieben haben wir dann endlich die Höhe des Pfitscherjochs erreicht. Von da an ging es in einer langen, technisch nicht sehr schwierigen Abfahrt hinunter nach St. Jakob in Pfitsch. Nun folgte ein langes „Rollerstück“ nun war es wichtig, in einer guten Gruppe zu sein, leider passte es bei uns nicht wirklich und das Tempo viel immer wieder zusammen. So kam es zum Zusammenschluss mit 2 weitern Damenteams. „Klosehelfer sei Dank!“. In Brixen hatten wir dann die Nase vorne und konnten unseren zweiten Tagessieg feiern und somit auch das Leadertrikot verteidigen. Jetzt heisst es gut erholen, denn morgen folgt die Königsetappe.

4. Etappe der Transalp die Königsetappe mit gut 3600Hm, Kampftag in den schönen Dolomiten!

Von Brixen ging es neutralisiert die ersten 5km hinaus immer in Richtung Süden oder so. Egal dann folgte der erste Anstieg des Tages mit gut 1200Hm am Stück, es lief ganz gut und in der Abfahrt nach St. Magdalena konnten wir uns von Fiat Rotwild unseren härtesten Verfolgern etwas absetzten. Es folgte denn auch gleich der nächste Anstieg, hinauf zur Schlüterhütte. Das war ein hartes Stück arbeit, denn da ging es richtig hoch und wir bekamen auch wieder Gesellschaft, doch auch da konnten wir uns in der Abfahrt wieder absetzen, dies war auch der entscheidende Moment. Nach einem weiteren Hügel kam der Schlussanstieg hoch zum Grödnerjoch, wir gaben nochmals Vollgas. Oben angekommen wartete eine lange, tolle Abfahrt mit Singeltrails und steilen Schotterpassagen, tip top, dann noch die letzten Kilometer und das ersehnte Ziel in St. Christina war da. Yessss, alle guten Dinge sind drei und so konnten wir auch heute als Erste die Ziellinie überqueren und unseren Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen.

5. Etappe der Transalp - St.Christina nach Sarnthein, der längste Anstieg der Transalp!

Gleich nach dem Start ging es eine steile Asphaltstrasse hinauf, diese führte uns weiter über Schotter auf ein Hochplateau, wunderbar, denn die Dolomitengipfel strahlten in der Morgensonne. Nach einer kurzen Abfahrt folgte eine anspruchsvolle Trailpassage hinauf zur Seiser Alm . Die Abfahrt führte zuerst via Asphalt, dann Schotter und Trail wieder hinunter ins Tal. Jetzt folgte der anscheinend längste am Stück gefahrene Aufstieg bei der Transalp mit 1700 Höhenmetern, hinauf zum Gasteiger Sattel. Zu Beginn war die Steigung ganz angenehm zu fahren, wir hatten einen guten Rhythmus und wir schlängelten uns Kehre um Kehre hinauf, es zog sich dann aber noch ganz schön, bis wir dachten den Gipfel erreicht zu haben, aber nein, es folgte noch eine Welle und noch eine Welle bis wir ganz oben waren, zumindest fürs erste. Denn es kam noch eine Gegensteigung, die es noch in sich hatte, hoch zur Stöfflhütte . Von da an ging es dann jedoch nur noch bergab und dies war super, ein Trail von oben bis ganz unten, zuerst war der Trail mit grossen, losen Steinen gespickt, dann verblockt und zum Schluss noch flowig, entlag eines Baches, super. Ok, die kurzen zwei Gegenanstiege zum Schluss hätten nicht mehr sein müssen, sie kamen mir elend lange vor, aber sonst ein super Schluss dieser fünften Etappe. Ach ja, das Leadertrikot ist immer noch in unserer Hand.

6.Etappe der Transalp - Von Sarnthein nach Kaltern, die Hitzeschlacht!

Wie soll es bei der Transalp auch anders sein, nach dem Start ging es gleich hinauf zur Sarner Skihütte und weiter über das Kreuzjoch. Fast oben, gab es einen Ruck und meine Kette war gerissen, oh nein, jetzt nur die Ruhe bewahren und ruhig und überlegt, die Kette flicken. Alles gut gegangen und wir konnten das Rennen fortsetzen. In der Abfahrt liessen wir es richtig krachen, denn wir wollten uns gleich wieder an die Spitze der Damen setzten um nichts anbrennen zu lassen. Unten in Nals angekommen schlug uns die Hitze entgegen, es war extrem heiss puh. Doch bevor wie den zweiten Berg an diesem Tag in Angriff nehmen konnten, mussten wir weitere 4 Minuten an einer geschlossenen Bahnscharanke warten, nein, grrrrrr! Ich wusste nicht, das 4 Minuten so lange sein können. Doch unsere Gegnerinnen konnten in dieser Zeit nicht aufschliessen. Die Hitze wurde immer unangenehmer, zum Glück standen Anna‐Sophie und Thomas am Beginn, des 2. Aufstieges und hatten viel kaltes Wasser dabei, erst viel trinken und dann noch eine Dusche über den Kopf und Nacken, super. Der Anstieg war elend lang und die enorme Hitze machte uns zu schaffen, doch es ging immer weiter und weiter über den Eppaner Höhenweg, wir kamen zur angesagten Schiebepassage, das war hart, sehr steil und schlechter halt, uh, das ging schon an die Substanz, und weiter ging es über welliges Gelände auf und ab. Dann kam Klaus unser Betreuer mit dem ersehnten Cola und jetzt war es nicht mehr weit, die letzten 15km ging es hinab auf Trails und Schotterwegen, das Ziel schon vor Augen mussten wir nochmals einen Bogen um Kaltern schlagen, doch dann waren wir da, Kaltern war erreicht und wir konnten wieder als erste einfahren. Jetzt schnell eine kalte Dusche und viel trinken.

7. Etappe der Transalp - von Kaltern nach Andalo, die Bergankunft!

Das erste Ziel am heutigen Tag war das Graunerjoch, wir fuhren in einem guten Tempo hoch und freuten uns auf die Abfahrt, dann eine kurze Unachtsamkeit von Kristine und sie hatte einen Plattfuss, entspannt flickten wir den Defekt und so konnte die Fahrt weitergehen. Klaus stand wie immer am ausgemachten Verpflegungspunkt und reichte uns neue Getränkeflaschen, an dieser Stelle herzlichen Dank, es war wieder 100% Verlass auf dich, gerade an solch heissen Tagen ist es enorm wichtig immer genügend Getränke zu bekommen. Es folgte eine Asphaltpassage vorbei an Campodeno und ich musste viel Tempoarbeit leisten, aber das war mir eigentlich ganz recht, so ist man auch in einer sicheren Position und man kann das Tempo bestimmen. Nun kam das letzte harte Stück Arbeit an diesem Tag, denn um nach Andalo zu kommen, mussten wir nochmals 800 Höhenmeter bewältigen, und ich wusste vom letzten Jahr, das wird heiss und steil. Doch irgendwie ging das besser als gedacht und wir kamen tiptop hoch nach Andalo. Wir brachten heute einen grossen Vorsprung vor unserer Konkurrenz ins Ziel, jetzt sollten wir das Ding morgen eigentlich nach Hause fahren können, die Vorfreude ist schon riesengross .

An dieser Stelle Anita gute Besserung und schnelle Genesung nach deinem Sturz!

8. Etappe der Transalp - von Andalo nach Riva del Garda, die TriumphFahrt mit einer Schrecksekunde!

Ein wenig Nervosität machte sich bemerkbar, denn heute war es soweit, Kristine und ich werden heute die Transalp wohl als Siegerinnen beenden, was für ein Gefühl. Die Taktik war klar, möglichst schnell den letzten Berg hinauf und dann locker und safe die schwere Abfahrt vom Passo San Giovanni hinab. Das gelang uns auch hervorragend, nach der schwierigen Abfahrt, die durch das Gewitter in der Nacht doch recht rutschig geworden war, folgte nach einem kurzen Flachstück nochmals eine kurze Abfahrt auf einer Mischung aus Schotter, Asphalt, gespickt mit Löchern, eigentlich nichts wildes, doch dann ein Riesenschrei von Kristine und ein Geschepper, oh nein, ein Sturz. Ich dachte echt das kann jetzt aber nicht wahr sein, so kurz vor dem grossen Erfolg. Ich fuhr ein Stück zurück und sah Kristine, sie schien soweit in Ordnung zu sein, einfach völlig aufgelöst durch den Schreck des Sturzes. Jetzt musste sie auf die Zähne beissen, aufsteigen und weiterfahren, dies machte sie auch, noch geschockt fuhren wir zwei dann auf die Fläche wo es noch gute 25km zu fahren galt. Als sie sich gefangen hatte, düsten wir flott jedoch ohne Risiko Riva entgegen. Dann endlich, die letzten Meter, es war ein Genuss, wir haben es geschafft, wir sind die Siegerinnen der Jantex Bike Transalp 2009! Ein unglaubliches Gefühl von Glück und Zufriedenheit machte sich breit und wir genossen den Nachmittag in Riva. Am Abend dann die grosse Siegerehrung wo wir uns nochmals feiern liessen, dann ein wenig Party.

Vielen Dank ans Team und an Klaus unseren Betreuer!

03.07.-05.07.09
Bike Challenge Zillertal

 

Steil, steiler Zillertal! In drei Etappen durchs Zillertal, 196,5km und 10'210Hm.

1. Etappe von Fügen nach Zell am Ziller, 70,5km / 3350Hm. Wie soll ich anfangen... Es war kaum zu glauben, kaum war ich aus dem Haus, begann es in Strömen zu regnen. Jetzt regnet es schon wieder, doch alles half nichts, um 9:00 Uhr fiel der Startschuss und 200 Fahrer/innen machten sich auf den Weg zum ersten Etappenziel Zell am Ziller. Schon beim Anstieg nach Hochfügen teilte sich das Feld in viele Einzelstücke, Kristine Noergaard und ich meisterten die ersten 1000Hm gemeinsam. Es folgte eine schnelle Abfahrt nach Kaltenbach, jetzt nochmals alle Kräfte sammeln, denn der Anstieg zur Kreuzjochhütte hatte es in sich. Leider musste ich Kristine dann ziehen lassen, ich erreichte mit 6 Minuten Rückstand durchnässt aber happy das Ziel in Zell am Ziller. Das war schon ein harter Tag, was kommt denn da morgen auf uns zu?.....

2. Etappe Zell am Ziller nach Mayrhofen, 75,6km / 3600Hm Heute starteten wir nicht alle gemeinsam, es wurde nach dem „Jagdprinzip“ gestartet, das heisst, ich musste 6 Minuten nach Kristine ins Rennen gehen, grrrrr, nicht ganz einfach. Ich nahm mir vor, mein Tempo zu fahren und nicht gleich den Rückstand aufzuholen. So düste ich gemeinsam mit 2 Italienern los. Gleich zum Anfang mussten wir 2000Hm am Stück überwinden, unglaublich, aber machbar. Es kam noch besser, schon nach 45 Minuten fuhr ich zu Kristine auf, jetzt war ich top motiviert und so zog ich gleich vorbei. Kurz vor dem Gipfel, wurde einem bewusst, wie weit hoch wir gefahren sind, denn ein riesiges Schneefeld zwang uns schon früher als gewollt, den Rest zu Fuss zurück zu legen. Es folgte ein ruppiger Downhill, doch die Freude wiegte nur kurz, denn die Krimmlalm wollte auch noch bezwungen werden. Doch es war ja noch lange nicht Schluss, es ging weiter zum Isskogel, weiter in einem ständigen auf und ab zur Kreuzwiesenalm. Langsam gingen auch mir die Kräfte aus und ich sehnte mich nach dem Ziel in Mayrhofen. Nach der Abfahrt kamen noch lange, flache Kilometer auf der Talfläche nach Mayerhofen, Kristine konnte wieder aufschliessen, zusammen kamen wir dann ins Ziel. Dank meiner Aufholjagd gewann ich diese Etappe, juhui, doch es war ein hartes Stück Arbeit, puh!

3. Etappe Mayrhofen zum Tuxer-Ferner-Haus auf dem Gletscher, 50km / 3300Hm Zum Glück wusste ich nicht, was mich heute wirklich erwarten würde, denn es kam eine knallharte Etappe hoch zum Hintertuxer Gletscher. Und das Rennen begann wieder von Vorne, da Kristine und ich genau die gleiche Zeit hatten. Kristine und ich wollten unbedingt gemeinsam über den ersten Berg, dem Penkenjoch, kommen. Beim Aufstieg gesellte sich die an dritter Stelle liegende Claudia dazu. Wir hatten jedoch 12 Minuten Vorsprung und deshalb liessen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Kurz vor dem Gipfel konnten wir sie dann auch abschütteln und gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Hintertux. Ich merkte schon, dass ich wohl den Kürzeren ziehen würde, ich musste schon richtig kämpfen um am Hinterrad zu bleiben, dann kam auch schon der Angriff und ich musste sie ziehen lassen. Ich versuchte zuerst noch alles, um wieder heran zu fahren, doch nach der Mittelstation am Sommerberg wurde es so unglaublich steil, so zu sagen, „ein Kniebrecher aber fahrbar“ (wie Lehmi mein Teamkollege sagte), da fehlte mir dann die nötige Kraft und ich kämpfte mich so gut es ging hinauf zum Hintertuxer-Fern-Haus. Aber was war denn das, da kommen ja Leute mit Skiern den Hang hinunter, da fragte ich mich schon, was ich da oben mit dem Bike wohl zu suchen habe! Aber egal, ich war oben und überglücklich den zweiten Platz in der Kategorie Queen of the Mountain errungen zu haben, yesssss!

 

02.07.09
Transgermany 21.06.-27.06.09

7 Tage von West nach Ost, 7 Mittelgebirge, 4 Bundesländer, 660 km und über 15’000 Höhenmeter von Erbach im Odenwald bis nach Seiffen.

Es war eine unglaublich harte Woche. Die ersten 3 Tage war das Tempo unglaublich hoch, dass ich nicht mitfahren wollte und konnte, denn es lagen nocheinige Tage vor mir. Das Ganze sollte sich bis zum Schluss dann auch auszahlen. Nach der ersten Etappe lag ich gerade mal auf dem 7. Rang. Das machte mich schon etwas nachdenklich, doch ich weiss ja mittlerweile, wie ich mir ein Etappenrennen einteilen muss. weshalb ich mir noch nicht wirklich Sorgen machte. Ich arbeitete mich also fast Tag für Tag etwas nach vorne. Die Bedingungen waren wettermässig schlecht, es hat eine Woche lang eigentlich jeden Tag geregnet, nichts mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Irgendwann war das dann jedoch so egal, den anderen ging es ja auch nicht besser ;-). Ab dem 5. Tag ging dann auch bei mir, oder besser gesagt meinen Beinen, der Knopf auf und ich hatte einen super Tag. An diesem Donnerstag war es etwas anders, es regnete schon vor dem Start, ich liess mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Kurz nach dem Start war schon die erste Bergwertung. Beim Aufstieg merkte ich, dass ich Elisabeth und Kerstin abschütteln konnte. So startete ich zum Angriff und setzte alles in Bewegung, um aufs Podium zu kommen. Ich erwischte dann eine etwas lahme Gruppe und musste viel selber arbeiten, um das Tempo hochhalten zu können. Leider kam dann eine nasse Brücke und der Vordermann stürzte und ich konnte nicht mehr ausweichen und lag ebenfalls wie ein Käfer auf dem Boden. Autsch, das tat weh, ein riesen Hämatom am Oberschenkel und Ellenbogen machten den Rest zur Tortur, doch Schmerz ist ja nur ein Gefühl und so ging es weiter über Stock und Stein in Richtung Schöneck. Ich wusste, dass noch ein langer Schlussanstieg bevorsteht und hatte zuerst etwas Bedenken, doch trotz des Sturzes ging es noch flott voran und ich erreichte überglücklich das Ziel als Dritte. Ich war wirklich erstaunt, als ich merkte, dass ich auch in der Gesamtwertung auf der dritten Position lag. Das Ziel für die letzten 2 Tage war klar, den Platz halten und heil ankommen. Der nächste Tag brachte dann die Entscheidung, ich konnte bis ca. 15km vor dem Ziel an Sally, der 2. Platzierten, dran bleiben und musste sie erst am Anstieg zum Fichtelberg ziehen lassen. Dies verschaffte mir noch mehr Luft nach hinten und man glaubt es kaum, im Ziel kam dann sogar kurz die Sonne raus . Endlich war der letzte Tag gekommen, ich musste eigentlich nur an Lisa Brandau dran bleiben und nicht stürzen. So fuhr ich dann auch die ersten Kilometer. Nach einer langen Abfahrt war ich dann nur noch mit Claudia Seidel und 2 Herren unterwegs. Wir kamen gemeinsam zum letzten Berg. Das war nochmals richtig hart und ich musste von meinem Körper nochmals alles abverlangen. In der Schlussabfahrt riskierte ich nicht mehr viel und kam überglücklich als dritte nach sieben langen Tagen in Seiffen an.

21.06-27.06.2009
Craft Bike TRANS GERMANY

Am Sonntag fällt der Startschuss zur Craft Bike Transgermany 2009, Resultate und Berichte gibt es unter folgenden www Adressen..... Viel Vergnügen beim Lesen, ich hoffe natürlich auf eine erfolgreiche Woche

www.bike-transgermany.de

www.rothaus-cube.de

13. 06 2009
Willingen Bike Fesitval

Das Defektpech bleibt mir treu!

Vier Defekte waren es am letzten Wochenende, diesmal reichte einer, um mich aus der Konkurrenz zu werfen. Nach knapp zwei Stunden Fahrzeit, auf dem zweiten Rang über die Langdistanz von 124km liegend, hatte ich einen Reifendefekt. Ich versuchte zu reparieren, doch es misslang, da ich das Ventil nicht aus der Felge bekam. (Dichtungsmittel klebt wohl wie Sekundenkleber? Grrrrr!) Enttäuscht musste ich das Rennen aufgeben und wieder einmal wandern, 7km um genau zu sein und dies mit Radschuhen, das kann ja nicht gut gehen und zu allem Übel habe ich jetzt zwei grosse Blasen an den Fersen. Ach ja, etwas Positives hatte das Ganze, ich musst heute nicht alleine wandern, Corné van de Voort, ein Holländer, erwischte es am selben Ort und wir machten uns gemeinsam auf dem Heimweg nach Willingen ........ :-)

Spruch des Tages eines netten Passanten: „ Wer sein Bike liebt, der schiebt!“

07. 06 2009
Monto Generoso Bike Marathon

Mehr Wanderkilometer als Bikekilometer, Aufgabe nach 4 Defekten

Es sollte eigentlich ein erfolgreicher Tag werden, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Als um 7:30Uhr der Startschuss zur grossen Runde fiel, war alles bestens, die Beine waren tiptop und es machte richtig Freude. Nach dem ersten Anstieg lag ich auf dem guten 3. Rang. Ich war optimistisch, dass es ein super Tag würde. Dann kam die ruppige Abfahrt hinunter von der Alpe Bonello Richtung Obino. Plötzlich verlor mein Hinterreifen Luft, ich pumpte nach, und dachte, weiter geht die Fahrt. Aber denkste, nach kurzer Zeit war definitiv ein Plattfuss da. Immer noch relativ entspannt, wechselte ich den Schlauch und die Fahrt konnte weitergehen. 3km später, das darf doch nicht wahr sein, wieder ein Plattfuss, nur jetzt hatte ich leider weder Schlauch noch Patronen, also ging es zu Fuss weiter, ein netter Streckenposten meinte noch hopp hopp, der nächste Serviceposten kommt in 1km, ja super.  Endlich da angekommen, ausgerüstet mit einem neuen Schlauch, machte ich mich wieder auf die Socken, jedoch nicht für lange.... Einige Zeit später war die Luft wieder raus, das konnte jetzt echt nicht mehr sein, ich war sooooooooooooo sauer, wie komme ich jetzt noch zurück zum Gelände? Ans Weiterfahren dachte ich schon gar nicht mehr! Ja mit schieben natürlich,( jetzt versteh ich auch den Spruch auf unseren Teamsocken, da steht: komm in die Socken...) ich musste zusehen, wie eine nach der anderen an mir vorbei fuhr,  schade, schade. Dann kamen meine Retter, zwei sehr nette Tessiner Herren hatten erbarmen   und gaben mir einen Schlauch und Luft damit ich zumindest noch nach „Hause“ fahren konnte, grazie J! So kam ich enttäuscht von meinem Bergtriathlon zurück ( biken, laufen, reparieren, biken, reparieren, laufen............) Das war dann die erste Nullnummer in dieser Saison. Aber die nächste Chance kommt schon nächste Woche, Willingen steht auf dem Programm, jetzt also gut erholen und voller Zuversicht nach vorne schauen.

18.-31. Mai 2009
Mein Neues Trainingsgebiet lässt fast keine Wünsche offen!

Endlich ist auch im Engadin der Frühling so richtig da, die Wiesen werden grün und verschiedene Blumen sorgen für den nötigen Farbtupfer. Jetzt war es doch an der Zeit, meine neue Umgebung so richtig zu erkunden. Dies tat ich dann auch ausgiebig mit dem Bike und dem Rennrad, das heisst von Pässen über Trails war alles dabei und dies gleich alles vor der Haustür, super! Grandios war zum Beispiel der Montag. Bei besten Bedingungen und Temperaturen weit über 20 Grad ging es von Zuoz nach Maloja, hinunter nach Chiavenna um den ersten grossen Anstieg des Tages, den Splügenpass unter die Räder zu nehmen. Oben angekommen war es traumhaft, ein Mix zwischen Winter, Frühling und Sommer. Nach der langen Abfahrt zog es uns über die Via Mala nach Thusis. Jetzt hiess es nochmals alle Reserven mobilisieren, denn der Julierpass wollte noch bezwungen werden. Das Timing war perfekt, 5 Minuten vor Kioskschluss erreichten wir die Passhöhe und es gab das hart erstrampelte Gipfelcola, eine Wohltat. Jetzt konnte man es nur noch rollen lassen und mit super Malojawind kurbelten wir zurück nach Zuoz. Die nächsten Highlights folgten schon an den Tagen danach, jetzt machten wir uns auf Trail-Jagd, nach kurzem Aufstieg ging es auf einem Teil der Via Engadina in Richtung Albulapass, super toll zu fahren, ich würde sagen, so lässt sich eine Tour starten, weiter über Samedan hinauf nach Marguns, doch da ohjeee, da hat es ja doch noch mehr Schnee als gedacht, es gab kein Durchkommen und so ging es über einen anderen, nicht minder schönen Trail direkt nach St.Moritz, durch den Statzerwald, nach Pontresina, Bever, la Punt nach Zuoz zum Langlaufzentrum, denn da gibt es Kaffee und Kuchen, perfekt. Ach ja, falls es jemanden in den kommenden Tagen auf einen Kurztripp ins Engadin zieht, einige Wege sind noch von Lawinenabgängen schwer zu passieren, gutes Schuhwerk ist von Vorteil, siehe Bilder.....

17.05.09
Worldclass Marathon Challenge Offenburg

Knapp daneben ist auch vorbei!
Bei wunderbarem Wetter ging es heute über die Streck von 84km und 2569Hm. Aus Schweizer Sicht war es ein voller Erfolg, die ersten 4 Damen sind alles Eidgenossinnen. Mir reichte es heute leider knapp nicht aufs Podest, Fabienne war 2 Minuten stärker als ich. Alles in allem war es aber ein toller Tag. Das Tempo war von Beginn an hoch und das Feld zog sich schnell auseinander. Die ersten 20km war ich in einer 3er Frauengruppe mit Daniele und Annette, im Aufstieg zum Mooskopf, dem höchsten Punkt an diesem Rennen, konnte ich mich absetzten, oben schloss ich dann zu Fabienne auf. Nach einer rasanten Abfahrt ging es nach Gengenbach, da warteten viele Zuschauer auf  uns Fahrerinnen. Danach ging es durch Weinreben hoch Richtung Schloss und dann weiter über Ortenberg nach Zell-Weierbach. Da folgte der letzte harte Anstieg. Es waren viele, viele Zuschauer am Streckenrand die uns nochmals anspornten alles zu geben.  Leider musste ich in dieser Phase Fabienne ziehen lassen. Ich versuchte bis zum Schluss aufzuschliessen, es hat aber nicht mehr ganz gereicht, so kam ich als Vierte zurück nach Offenburg. Es war trotz allem ein toller und erfolgreicher Tag auch herzlichen Dank an Enrico, meinem Betreuer an diesem Rennen.

1. Esther Süss 3:34:23 Wheeler IXS Pro Team

2. Antonia Wipfli 3:40:09 Team Gisler Kraft

3. Fabienne Heinzmann 3:49:07        BikePark.ch

4. Milena Landtwing 3:51:26 Rothaus-Cube MTB Team

www.datasport.com
www.scheiderbauer-sports.com

02.05.09
Gardasee Marathon

Klein, mittel oder gross? Beim Gardasee-Marathon kann man sich während des Rennens entscheiden, ob man die kleine (53 Kilometer), die mittlere (86) oder die grosse Runde (105) fahren will. Dies gibt dem Rennen einen besonderen Charakter, denn man weiss nie so genau, was die Konkurrenz macht. Ich habe mich schon vor dem Rennen für die Ronda Grande entschieden. Die Startphase war sehr hektisch, es ging zuerst einige Kilometer auf der Hauptstrasse Richtung Arco, es folgte ein steiler, schmaler Aufstieg, da trennte sich bereits die Spreu vom Weizen. In der Abfahrt schloss ich zu Kathrin Schwing auf, wir mussten viel arbeiten, denn es folgte ein welliges Teilstück und wir fuhren im Gegenwind. Am kommenden Aufstieg erhöhte Kathrin das Tempo und ich konnte für einen Augenblick nicht mitgehen und schon war die Distanz da. Jetzt nur nicht aufgeben und den Gedanken ausblenden. Es ging stetig auf und ab, in einer kurzen Abfahrt war ich für einen Augenblick nicht aufmerksam genug, ein Ast verhakte sich im Lenker und ich lag samt Bike im Gebüsch, ärgerlich, aber nichts weiter passiert. Ich kam dann immer besser ins Rennen, doch es reichte nicht mehr ganz und ich fuhr als 2. der Ronda Grande ins Ziel.

19.04.09
Forestman Kirchen-Hausen
1. Sieg im 2009

Strecke: 58km 1300Hm
Was für ein Saisonstart, eigentlich wollte ich ja nur mal sehen, wie ich so drauf bin, dass es dann gleich für den Sieg reicht hätte ich nicht gedacht. Zumal die Strecke für mich eigentlich zu kurz und zu schnell ist. Ich fühlte mich von Beginn an gut, konnte meinen Rhythmus fahren und so nahm ich die Strecke, die stetig auf und ab ging unter die Räder. Es lief alles gut, erst die letzten 10km wurden dann so richtig, richtig hart, da war das Pulver dann doch verschossen und ich musste mich bis ins Ziel kämpfen. Was für eine Erleichterung, die Vorbereitung hat sich gelohnt und dieser Sieg gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Rennen.

www.sog-sport.de

  

11.04.09
Piz Kesch

Zuoz, Piz Kesch, Zuoz! Jetzt habe ich schon so viel von Skitouren geschrieben, jetzt wird es doch langsam Zeit, das auch auf meiner Page der Frühling kommt, ja, es dauert aber noch bis nach Ostern. Jetzt gilt es nochmals den Schnee zu geniessen, bevor nächste Woche auch für mich der Start in die Bikerennsaison ansteht. Ich glaube da braucht es nicht viele Worte, es war einfach ein Erlebnis, mit Pickel, Seil und Steigeisen, auf den höchsten Berg der Albulakette zu steigen.

30.03.-09.04.09
Frankreich zum Zweiten

Während meine Teamkollegen bereits die ersten Rennen bestreiten, bereite ich mich nochmals im Süden auf meine ersten Rennen vor. Langsam aber sicher packt auch mich die Rennvorfreude. Diese 10 Tage in der Ardèche waren nochmals sehr angenehm ist hier der Frühling doch schon voll da und bei Temperaturen um die 20 Grad lässt es sich gut trainieren. Dieses Mal war ich vermehrt auch mit dem Bike unterwegs, für dieses Gelände hier habe ich meinen Freerider bevorzugt und es macht richtig Lust nach mehr. Doch zuerst geht es nochmals in die Berge zum Arbeiten... ;-) www.suedfrankreich.ch da solltet ihr mal reinschauen, es ist sehr zu empfehlen.

25.02. - 07.03.09
Trainingslager Frankreich

Zusammen mit meiner Teamkollegin Annette Griner ging es nach Frankreich zum
Trainingslager. Wie alle Jahre bereite ich mich in der Ardèche auf die Saison vor. Für
mich ist das ein ideales Trainingsgebiet, es gibt flache, wellige und hügelige Strecken,
also für jegliches Training ist etwas vorhanden. Wenn man mit dem Mountainbike
unterwegs ist, gibt es Trails ohne Ende, also die perfekte Mischung. Zu Beginn hatten wir
super Wetter mit Temperaturen bis 20 Grad, da fiel es leicht, lange Einheiten auf dem
Strassenrad zu fahren. Die zweite Hälfe war dann etwas durchzogen, mit Regen und
Sturm doch das hielt uns nicht davon ab, auf`s Strassenrad oder auf das Bike zu steigen.
Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit in Frankreich und ich werde schon bald wieder
vorbeischauen.....

02.02.09
Arbeitsbeginn in der Klinik-Gut St. Moritz

Es ist soweit, es hat mich definitiv in die Engadinerberge verschlagen. Seit dem 2. Februar arbeite ich als Pflegefachfrau in der Klinik-Gut in St. Moritz. Nach 2 jähriger Bürotätigkeit zog es mich wieder zurück in die Pflege. Die Klinik-Gut unterstützt mich sehr und ermöglicht mir den Leistungssport und die Arbeit unter einen Hut zu bringen.

08.- 15.02.09
Wintertrainingswoche in Davos

Nach dem Trainingslager in St. Moritz folgte nun eine trainingsintensive Woche ein Tal weiter, nämlich auf der Prättigauerseite in Davos. Der Schwerpunkt lag immer noch im Grundlageausdauerbereich. So verbrachte ich die Zeit mit Running, Skilanglauf und Krafttraining. Um die Seele etwas baumeln zu lassen, zog es mich auch ab und zu auf die Alpinpisten. Die Woche danach folgt eine Erholungswoche, da es ab dem 25. Februar auch für mich heisst Skier fürs erste weglegen und mich wieder an den Radsattel gewöhnen.

 

 

18.02.09
Einfach nur schön

Morgens um 06:30 Uhr ging es los. Ich traf mich in Samedan mit Anja und Niculin zur morgendlichen Skitour. Es war traumhaft durch den Neuschnee, den Frau Holle am Vortrag vorbeibrachte, im tief verschneiten Wald zu laufen. Als wir dann noch 15 Gämsen und 2 Hirsche vor uns stehen sahen, war der Morgen schon perfekt. Ein unglaublich schöner Anblick. Als wir den Gipfel erreicht hatten, gab es den obligaten Gipfelkaffee. Der eisige Wind liess uns aber bald den Rückweg antreten. Nach einige Lines im Pulverschnee standen wir müde und glücklich wieder am Ausgangsort. Es war einfach nur schön.

 

 

20.02.09
Der langersehnte Ruhetag

Es war wieder mal an der Zeit einen echten Ruhetag einzulegen. Doch so ganz ohne frische Luft ging es dann doch nicht. Nach einem ruhigen Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück ging es auf einen ausgedehnten Spaziergang, aber nur so zu spazieren war dann doch etwas langweilig und bald kamen die ersten guten Ideen was man alles so anstellen könnte. Eine kleine Auswahl an Bildern steht zur Verfügung ;-) . Zum Glück reichte die Energie nach dem Sprung in den Tiefschnee nicht mehr weit und es ging gemütlich ins nächst gelegene Cafe.

 

 

21.02.09
Training vor dem Frühstück

Es wird schon langsam zur Gewohnheit, vor Sonnenaufgang mit dem Training zu beginnen. Nach dem eher mühsamen Aufstehen weiss man aber genau, es wird sich lohnen. Wir folgten einem zu Beginn eher flachen Weg durch den Wald, hinauf zur Alp. Von da an wurde das Gelände offener und steiler, nach 2h erreichten wir den Gipfel. Heute konnten wir sogar wieder mal ans Umziehen denken, da die Temperaturen wieder gestiegen sind, als wir vor 2 Tagen da oben standen war es an die minus 30 Grad Celsius kalt, da wollten wir nur möglichst schnell wieder hinunter ins Tal. Natürlich durfte der Gipfel-Kaffee nicht fehlen und was dann folgte, ist unbeschreiblich.....

 

27.12.10.01.09
Trainingslager mit dem Team RothausCube in St.Moritz

Seit dem 27. Dezember logieren wir in der Jugendherberge St.Moritz. Das Team bereitet sich seit einigen Jahren in der schönen Bergwelt des Engadins auf die kommende Saison vor. Das ganze ist eine neue Erfahrung, normalerweise war ich zu dieser Zeit schon das erste Mal mit dem Rennrad unterwegs. Doch jetzt hiess es jeden Morgen um 7:15 Uhr antreten zum Frühsport, dann weiter zum Frühstück und ab auf die Loipe. Am Nachmittag pedalierten wir bei „Postkartenwetter“ über schneebedeckte Wanderwege.

An Silvester haben wir Besuch von Stefan Sahm und seiner Partnerin Bettina Egli bekommen, gemeinsam starteten wir das Neujahr am See bei St.Moritz.

Als alternativ Programm machte ich noch einige Skitouren zusammen mit Niculin Bazzell, das ist ein super Training und zur Belohnung gibt es ein wunderbares Bergpanorama und oben drauf noch eine Abfahrt mit viel Tiefschnee.

Das ganze Trainingslager war sehr gelungen und wir drei Neuen wurden gut ins Team aufgenommen und integriert.

 

 

14.12.08
Silvesterlauf Zürich

Meine Schwester dachte sich wohl, eine Abwechslung würde mir gut tun und hat mich für den Silvesterlauf in der Kategorie „Run for Fun“ (4,4km) angemeldet. Ich sehe das etwas anders, sie wollte unbedingt mitmachen und brauchte ein Opfer, das mitkommt ☺. Ich muss aber sagen, es hat sich gelohnt, es war ein toller Abend und es kam richtig Weihnachtsstimmung auf. Aber ich bleibe dann doch lieber beim Biken.

10.12.08
Portrait im Sportjournal der Neuen Zuger Zeitung

09.12.08
Wintertraining wortwörtlich

Um 5:45 Uhr hiess es Tourenskis anschnallen, LVS Check und losmarschieren. 2,5 Stunden später, nachdem es langsam hell wurde, das Morgenrot am Piz Bernina zu sehen war und das Neonlicht unsere Schatten blau schimmern lies, waren Niculin und ich am Ziel, etliche Höhenmeter oberhalb von Zuoz auf einem schönen Berg im Engadin. Was folgte war unglaublich toll, Powder ohne Ende.

18.10.08
Wechsel zum deutschen Team RothausCube

Im kommenden Jahr werde ich für das deutsche Rothaus‐Cube MTB Team unterwegs sein. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und bin schon sehr gespannt auf meine neuen Kolleginnen und Kollegen. Im Januar findet das erste gemeinsame Trainingslager statt.